Warnsignal Ikea-Aus - FDP MV warnt vor Deindustrialisierung des Dienstleistungssektors
Zur Entscheidung von Ikea, Arbeitsplätze im Servicecenter-Bereich abzubauen, erklärt Prof. Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern:
„Was wir bei Ikea erleben, ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern ein Symptom für ein tiefgreifendes Problem: Die schleichende Deindustrialisierung des Dienstleistungs-sektors hat Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Statt nur über private Schicksale und Abfindungen zu sprechen, wird die eigentliche Ursache ignoriert: Deutschland verliert als Investitionsstandort massiv an Boden.“
Ursachen- statt Symptombekämpfung
Wir brauchen eine ehrliche Analyse der Standortbedingungen. Wenn globale Unternehmen zentrale Einheiten schließen, liegt das nicht an mangelndem Mitgefühl, sondern an einer knallharten ökonomischen Realität.
Investitionsbremse durch Standortkosten: Hohe Energiekosten und eine im internationalen Vergleich Spitzenbelastung bei Steuern und Abgaben machen den Betrieb großer Service-Zentren zunehmend unrentabel.
Regulierungswut: Starre Arbeitsmarktregeln und bürokratische Hürden verhindern die notwendige Flexibilität, um im digitalen Wettbewerb mit anderen Standorten mitzuhalten.
Fehlender Modernisierungswille: Wer Investitionen durch zu viel Staat und zu wenig Freiheit ausbremst, darf sich über den Rückzug von Unternehmen nicht wundern.
„Unsere Kernforderungen bleiben klar: Entlastung bei Unternehmenssteuern und Lohnnebenkosten, konsequenter Bürokratieabbau, Digitalisierung der Verwaltung und Flexibilisierung des Arbeitsrechts für moderne Dienstleistungen,“ so Schirmer abschließend.