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„Schluss mit der fiskalischen Geisterstunde: Sondervermögen sind keine eierlegenden Wollmilchsäue“

Die aktuelle Berichterstattung über deutliche Kritik aus dem Investitions- und Innovationsbeirat des Bundesfinanzministeriums am 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz bestätigt aus Sicht der FDP Mecklenburg-Vorpommern grundlegende Versäumnisse der Bundesregierung.

Die aktuelle Berichterstattung über deutliche Kritik aus dem Investitions- und Innovationsbeirat des Bundesfinanzministeriums am 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz bestätigt aus Sicht der FDP Mecklenburg-Vorpommern grundlegende Versäumnisse der Bundesregierung.

Dazu erklärt Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026:

„Wenn selbst die eigenen Berater des Bundesfinanzministers Alarm schlagen, sollte das ein Weckruf für die gesamte Politik sein. Das Problem in Deutschland ist nicht in erster Linie fehlendes Geld – es ist ein Mangel an Strategie, Priorisierung und Umsetzungsfähigkeit.“

Die Kritik des Beirats zeige deutlich: Ohne eine kohärente Gesamtstrategie, schnellere Verfahren und klare Zielsetzungen drohe das größte Investitionsprogramm der Bundesrepublik wirkungslos zu verpuffen. „Neue Schulden allein schaffen noch keinen Fortschritt. Entscheidend ist, ob Investitionen tatsächlich Wachstum, Innovation und Resilienz stärken“, so Schirmer.

Die FDP Mecklenburg-Vorpommern fordert daher eine grundlegende Neuausrichtung:

1. Strategie vor Schulden

Öffentliche Mittel müssen gezielt in Zukunftsfelder wie Infrastruktur, Bildung und Schlüsseltechnologien fließen. „Jeder Euro aus neuen Krediten muss nachweislich Wachstumspotenzial entfalten – nicht bestehende Haushaltslöcher kaschieren.“

2. Staat handlungsfähig machen

Langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren seien ein zentraler Engpass. „Wer Investitionen will, muss den Staat schneller und effizienter machen. Sonst bleiben Milliardenprogramme Ankündigungspolitik.“

3. Transparenz statt Schattenhaushalte

Sondervermögen dürften nicht dazu dienen, die tatsächliche Finanzlage zu verschleiern. „Wir brauchen volle Transparenz über Schulden, Verpflichtungen und Vermögen – auch gegenüber künftigen Generationen.“

4. Kommunen nachhaltig stärken

Die dramatische Finanzlage vieler Kommunen erfordere mehr als kurzfristige Mittelzuweisungen. „Städte und Gemeinden brauchen echte strukturelle Entlastung und verlässliche Finanzierungsgrundlagen.“

5. Private Investitionen mobilisieren

Der Deutschlandfonds müsse deutlich schlagkräftiger werden. „Ohne klare Strukturen und besseren Zugang für Investoren bleibt wertvolles Kapital ungenutzt.“

 

Schirmer betont, dass solide Haushaltspolitik kein Selbstzweck sei: „Eine Politik, die rechnen kann, sichert Freiheit und Handlungsfähigkeit. Dauerhafte Verschuldung gefährdet beides – sie führt zu höheren Belastungen für Bürgerinnen und Bürger und schränkt zukünftige Gestaltungsspielräume ein.“

Mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern stellt Schirmer klar: „Unser Land hat kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Wir werden konsequent Prioritäten setzen, ineffiziente Programme beenden und die Verwaltung modernisieren. Jeder Euro Steuergeld muss verantwortungsvoll eingesetzt werden.“

Abschließend fordert Schirmer auch auf Bundesebene ein Umdenken: „Deutschland braucht keine immer neuen Sondertöpfe und neue Steuern, sondern eine klare wirtschaftspolitische Strategie, mutige Strukturreformen und eine Rückkehr zu solider Finanzpolitik.“