Relikt aus der Kaiserzeit: Schluss mit dem Sonntags-Verbot für unsere Händler

„Während der Online-Handel 24/7 floriert und globale Konzerne Umsätze machen, verharrt Mecklenburg-Vorpommern bei den Ladenöffnungszeiten in einer wirtschaftspolitischen Steinzeit. Der aktuelle Fall der Rostocker Händlerin Jana Rottluff, der das Öffnen ihres Ladens am Ostersonntag untersagt wird, legt die Absurdität unserer Regeln offen“, sagt Jakob Schirmer, Jurist und Spitzenkandidat der FDP MV zur Landtagswahl und erneuert daher die Forderung nach einer radikalen Modernisierung.

„Das aktuelle Ladenöffnungsgesetz ist kein Schutz, sondern eine staatlich verordnete Umsatzbremse, die den lokalen Handel gegenüber Amazon & Co. systematisch ins Abseits drängt.

Ein Blick über die Landesgrenze zeigt, wie aus der Zeit gefallen MV agiert: in Berlin ist die Liberalisierung längst Realität, dort kann werktags rund um die Uhr geöffnet werden, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage ist doppelt so hoch wie bei uns. Während man in der Hauptstadt verstanden hat, dass moderne Kunden dann einkaufen wollen, wenn sie Zeit haben, bevormundet Schwerin seine Händler weiterhin mit einem starren Anlasszwang. Es ist ein Hohn, dass erst ein Stadtfest oder eine Messe als Vorwand herhalten muss, damit ein inhabergeführter Laden seine Türen öffnen darf. Wer arbeiten will, soll arbeiten dürfen, wer einkaufen will, ebenso“, so Schirmer abschließend.