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Pflege darf nicht zum Armutsrisiko werden

Zur Aussprache zum Thema Pflege erklärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Barbara Becker-Hornickel:

Zur Aussprache zum Thema Pflege erklärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Barbara Becker-Hornickel:

„Die Pflegeversicherung steht vor enormen Herausforderungen. Immer mehr pflegebedürftige Menschen, steigende Kosten und ein wachsender Fachkräftemangel zeigen deutlich: Das bestehende System stößt an seine Grenzen. Deshalb brauchen wir jetzt endlich echte Strukturreformen statt immer neuer Beitragserhöhungen.“

Becker-Hornickel verweist darauf, dass das Bundesgesundheitsministerium bereits ab 2027 mit milliardenschweren Finanzierungslücken rechnet. Gleichzeitig würden auch in Mecklenburg-Vorpommern die Eigenanteile für Pflegebedürftige weiter steigen.

Die FDP-Landtagsgruppe fordert deshalb eine Pflegepolitik, die stärker auf Prävention, häusliche Versorgung, Digitalisierung und mehr Selbstbestimmung setzt. Pflegebedürftige müssten flexibler entscheiden können, wie ihre Versorgung organisiert werde, ob durch Angehörige, ambulante Dienste, ehrenamtliche Unterstützung oder neue Wohn- und Betreuungsformen.

„Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir moderne und wohnortnahe Lösungen statt starrer Strukturen“, so Becker-Hornickel. Digitale Anwendungen könnten Pflegekräfte spürbar entlasten und mehr Zeit für die Betreuung von Menschen schaffen.

Zugleich warnt die FDP-Politikerin davor, die Finanzierung der Pflege allein über höhere Beiträge zu lösen. Das belaste Beschäftigte, Unternehmen und insbesondere jüngere Generationen zunehmend.

„Gute Pflegepolitik muss Versorgungssicherheit, Finanzierbarkeit und Generationengerechtigkeit zusammenbringen. Pflege darf weder Armutsrisiko noch Wachstumsbremse werden“, erklärt Becker-Hornickel. „Deshalb brauchen wir jetzt den Mut zu einer Pflegepolitik, die effizienter, unbürokratischer und konsequent am tatsächlichen Bedarf der Menschen ausgerichtet ist.“