Maß und Mitte statt Verbotswettbewerb bei Social-Media-Regeln
Die aktuelle bundespolitische Diskussion um Social-Media- und Handyverbote für Kinder und Jugendliche sorgt auch in Mecklenburg-Vorpommern für Bewegung.
Die aktuellen Verbotsmodelle seien, so die FDP-Bildungspolitikerin Becker-Hornickel weiter, „kein Ersatz für Medien- und Urteilskompetenz, Prävention und eine angemessene digitale Ausstattung der Schulen.“
Sie betont, digitale Lebensrealitäten junger Menschen müssten ernst genommen werden:
„Kinder und Jugendliche müssen lernen, souverän, reflektiert und sicher mit digitalen Medien umzugehen und dafür brauchen sie pädagogische Begleitung statt pauschaler Verbote.“
Schulen bräuchten Freiräume für eigene Regelungen, die zum pädagogischen Konzept passen.
Mit Blick auf die nun veränderte Haltung von Manuela Schwesig, die plötzlich selbst ein „wichtiges Signal“ für stärkeren Schutz im digitalen Raum sieht, merkt Becker-Hornickel an:
„Es ist bemerkenswert, dass die Landesregierung Ideen gutheißt, die sie vor wenigen Monaten noch kritisiert hat.“
Die FDP-Gruppe im Landtag setzt stattdessen auf sachliche Lösungen: Bessere und altersgerechte Aufklärung und eine starke Medienbildung. „Verbote wirken nur auf dem Papier. Medienkompetenz wirkt im echten Leben“, fasst Becker-Hornickel zusammen.