Liberale Prüfsteine für den Landesplan Pflege

Pflege darf im ländlichen Raum nicht an der Entfernung scheitern.

Pflege darf im ländlichen Raum nicht an der Entfernung scheitern.

Wer in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land lebt, braucht im Pflegefall keine Theorie aus Schwerin, sondern erreichbare Hilfe vor Ort. Genau hier zeigt der Landesplan aus liberaler Sicht eine Schwäche: Er beschreibt Strukturen, aber er löst das konkrete Problem der großen Wege und der geringen Flexibilität im Flächenland zu wenig.

In vielen ländlichen Regionen bedeutet Pflege ganz praktisch: längere Anfahrten für ambulante Dienste, weniger Auswahl bei Angeboten und mehr Belastung für Angehörige. Das ist kein abstraktes Strukturproblem, sondern im Alltag ein echter Nachteil für Menschen, die Hilfe brauchen oder selbst Hilfe organisieren müssen.

Jessica Mendle, Landtagskandidatin auf Platz 2 der Landesliste und Unternehmerin in der Pflegewirtschaft, sagt dazu: „Wer Pflege im Flächenland plant, darf nicht nur auf Karte und Statistik schauen. Wenn Hilfe wegen langer Wege, knapper Touren und starrer Vorgaben zu spät kommt, ist der ländliche Raum am Ende klar benachteiligt.“ Die Liberalen fordern deshalb, die Pflege im Land konsequent aus Sicht derjenigen zu denken, die sie brauchen: mit mehr mobilen Angeboten, mehr Flexibilität für Dienste und weniger starren Vorgaben, die in der Stadt vielleicht noch funktionieren, auf dem Land aber Versorgung bremsen. Pflege muss erreichbar sein, bevor sie gut gemeint, aber praktisch zu weit weg ist.