Landesregierung verschläft Bauoffensive
„In MV fehlen zehntausende Wohnungen. Azubis finden keine Wohnung, Studierende zahlen über die Hälfte ihres Budgets für die Miete, selbst der Mittelstand ist betroffen. Die Verbände warnen zu Recht - aber die Landesregierung redet das Problem klein. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand.“
„Erstens: Bauland ausweisen. Wenn der Bedarf steigt, teilweise in touristischen Zentren mehr und mehr Wohnungen dem Markt entzogen werden, etwa durch Umwandlung in Ferienwohnungen, müssen die Kommunen neue Flächen erschließen können. In Greifswald, Rostock, Wismar - überall fehlt bezahlbarer Wohnraum.“
„Zweitens: Umland besser anbinden. Kooperationsmodelle zwischen Stadt und Umland, besserer ÖPNV, digitale Infrastruktur. Bezahlbarer, gut angebundener Wohnraum im Umland entlastet die Innenstädte.“
„Drittens: Grunderwerbsteuer runter. Die FDP fordert einen Freibetrag von 500.000 Euro für die erste selbst genutzte Immobilie. In MV liegt die Steuer bei 6 Prozent, bei 300.000 Euro Kaufpreis sind das 18.000 Euro zusätzlich. Das erschwert die Eigentumsbildung unnötig und gerade junge Familien können sich solch hohe staatliche Nebenkosten nicht leisten.“
„Viertens: Bürokratie abbauen. Genehmigungsfristen verkürzen, Baustandards reduzieren, digitale Verfahren einführen. Bauen muss wieder schnell und kostengünstig möglich sein.“
„Fünftens: Vermieten attraktiv machen. Durch Auflagen wird das Bauen und Vermieten von Wohnraum immer unattraktiver. Mietpreisbremse und starre Zweckentfremdungsverbote schaffen keine einzige neue Wohnung - sie verschlimmern das Problem.“
„Die Landesregierung feiert sich für Förderprogramme, die kaum abgerufen werden. Das Ergebnis: zehntausende fehlende Wohnungen, stagnierender Wohnungsbau, eine sich entfaltende Wohnkrise vor unseren Augen. Wir brauchen keine neuen Einschränkungen und Auflagen - wir brauchen eine Bauoffensive. Jetzt.“