Landesregierung schaut Gastronomie-Sterben in MV tatenlos zu

„Die Berliner Zeitung spricht von einer ‚teilweise katastrophalen Situation‘ im Ostsee-Tourismus - und hat Recht. In Stralsund musste das Scheelehof-Hotel schließen, Zinnowitz verliert nach 125 Jahren das Hotel Usedom Palace. Traditionsreiche Betriebe geben auf.“

„Trotz steigender Gästezahlen ist die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe katastrophal. Die Landesregierung verkauft das als Erfolgsgeschichte, brach aber in mitten der Saison eine unwürdige Diskussion um das Tourismusmarketing vom Zaun, die der ganzen Branche schadete und nicht half. Die Landesregierung betreibt Realitätsverweigerung.“

„Das Problem ist hausgemacht: Explodierende Betriebskosten treffen auf ausufernde Bürokratie. Es fehlt an einem schlüssigen Konzept, stattdessen wird seit Jahren an einem Tourismusgesetz herumgedoktert, ohne dass auf die drängenden Fragen Antworten gefunden werden. Die Lösung ist einfach: Weniger staatliche Bevormundung und Reglementierung, mehr Netto vom Brutto. Die hohe Steuer- und Abgabenlast frisst die Betriebe auf, und gleichzeitig kann die Umsatzsteuersenkung nun nicht das beruhigende Placebo bleiben, wenn der Kern der Probleme nicht erkannt wird. Deshalb bleibt trotz hoher Gästezahlen jede zweite Stelle unbesetzt.“

„Daher: Abgaben senken, Bürokratie abbauen, keine weiteren Reglementierungen. Das Gastgewerbe ist Rückgrat unseres Tourismus - es darf nicht länger durch fehlgeleitete Politik ausgebremst werden.“