Landesplan Pflege bestätigt jahrelange Warnungen der Pflegebranche – jetzt braucht es endlich Konsequenzen
Zum veröffentlichten Landesplan Pflege Mecklenburg-Vorpommern erklärt Jessica Mendle, FDP-Listenkandidatin auf Platz 2 für die Landtagswahl 2026:
„Die zentrale Erkenntnis des Landesplans überrascht niemanden, der täglich Verantwortung in der Pflege trägt. Dass der größte Engpass für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung das fehlende Personal ist, wird von ambulanten Diensten, Pflegeeinrichtungen und Verbänden seit Jahren immer wieder deutlich angesprochen. Es ist gut, dass dies nun auch wissenschaftlich erhoben und bestätigt wurde. Die eigentliche Frage lautet aber: Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung daraus?“ Besonders kritisch bewertet Jessica Mendle, FDP-Listenkandidatin auf Platz 2 zur Landtagswahl 2026, die erneute Verschiebung der bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung. Während der Fachkräftemangel in der Pflege längst Realität ist und seit Jahren über Lösungen diskutiert wird, werden dringend benötigte Reformen erneut auf die lange Bank geschoben.
„Umso ernüchternder ist es, dass die Einführung der Pflegefachassistenzausbildung nicht wie ursprünglich vorgesehen 2027 starten kann. Während im Zukunftspakt Pflege seit zwei Jahren in der Arbeitsgruppe Personalgewinnung und Personalsicherung über Lösungen diskutiert wird, werden notwendige Maßnahmen erneut aufgeschoben. Das passt nicht zusammen.“ Bereits zahlreiche Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe hätten ihre Planungen auf einen Ausbildungsstart im Jahr 2027 ausgerichtet.
„Schulen und Unternehmen haben sich vorbereitet, Konzepte entwickelt und Kapazitäten eingeplant. Nun müssen sie ihre Planungen erneut um ein Jahr verschieben. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern kostet wertvolle Zeit im Kampf gegen den Fachkräftemangel.“ Nach Angaben des Sozialministeriums scheitere die Umsetzung derzeit unter anderem an offenen Fragen zur Berechnung der Umlagefinanzierung durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS).
„Es erschließt sich mir nicht, dass die Einführung einer dringend benötigten Ausbildung an der Berechnung der Umlagefinanzierung scheitern soll. Wenn Schulen und Träger vorbereitet sind, muss die Landesregierung die notwendigen Rahmenbedingungen rechtzeitig schaffen. Wer die Personalnot in der Pflege ernst nimmt, darf nicht zulassen, dass bürokratische Hürden notwendige Reformen ausbremsen.“ Jessica Mendle fordert daher von der Landesregierung mehr Verbindlichkeit und Tempo bei der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen.
„Der Landesplan Pflege liefert die Analyse. Jetzt braucht Mecklenburg-Vorpommern endlich entschlossenes Handeln. Die Pflegekräfte, die Auszubildenden und die pflegebedürftigen Menschen im Land können nicht bis 2028 warten.“