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Koalition mit der Krawall-Linken: Wie viel Diffamierung schluckt die SPD noch?

Die FDP Mecklenburg-Vorpommern fordert die SPD auf, zu den jüngsten Äußerungen des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano Stellung zu beziehen.

Die FDP Mecklenburg-Vorpommern fordert die SPD auf, zu den jüngsten Äußerungen des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano Stellung zu beziehen.

„Wer die CDU pauschal als faschistisch bezeichnet, verlässt den Boden einer demokratischen Streitkultur. Demokratie lebt vom Wettbewerb der Ideen – nicht von der Diffamierung politischer Mitbewerber. Die SPD muss den Menschen erklären, warum sie mit einer Partei regiert und offenbar weiterregieren will, deren neuer Vorsitzender demokratische Parteien auf diese Weise verunglimpft“, erklärt Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026.

Für die Freien Demokraten sind Pantisanos Aussagen kein Ausrutscher, sondern Ausdruck eines politischen Verständnisses, das Andersdenkende nicht mehr als legitime Wettbewerber, sondern als moralische Gegner betrachtet. Ein solches Freund-Feind-Denken ersetzt die Auseinandersetzung mit Argumenten zunehmend durch die Delegitimierung und Kriminalisierung politischer Mitbewerber. Wer demokratische Parteien pauschal als Faschisten bezeichnet, sucht nicht die politische Debatte, sondern grenzt Andersdenkende aus.

„Genau solche Entwicklungen zeigen, warum ich eine strukturierte Zusammenarbeit mit der Linken ebenso ablehne, wie mit dem BSW und der AfD. Das bedeutet jedoch nicht, Andersdenkende zu Feinden zu erklären oder ihnen ihre demokratische Legitimität abzusprechen. Im Gegenteil: Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt davon, politische Gegner als legitime Mitbewerber anzuerkennen und Meinungsverschiedenheiten auszuhalten.

Für eine verlässliche politische Zusammenarbeit braucht es jedoch einen gemeinsamen demokratischen und ordnungspolitischen Grundkonsens. Genau dieser fehlt. Zu groß sind die Unterschiede bei der Rolle Deutschlands in Europa und der Welt, beim Verhältnis von Bürger und Staat sowie bei den Prinzipien von Freiheit, Pluralismus und offener Gesellschaft. Wer politische Gegner nicht mehr als Mitbewerber betrachtet, sondern als zu bekämpfende Feinde, macht deutlich, wie weit diese Differenzen inzwischen reichen. Die jüngsten Aussagen des Linken-Vorsitzenden bestätigen diese Einschätzung auf bedrückende Weise“, so Schirmer.

Besonders fragwürdig sei das Schweigen der SPD. Während Sozialdemokraten auf Bundesebene regelmäßig vor politischer Radikalisierung warnen, tragen sie in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Linken Regierungsverantwortung.

„Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie die SPD die Aussagen ihres Koalitionspartners bewertet. Wer glaubwürdig gegen Extremismus eintreten will, darf nicht mit zweierlei Maß messen. Demokratische Prinzipien gelten unabhängig von der politischen Himmelsrichtung“, erklärt Schirmer.

Zugleich kritisiert die FDP die Wahlkampfstrategie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Der Slogan „Ich oder die AfD“ verenge den demokratischen Wettbewerb auf zwei Lager und blende die politischen Alternativen der demokratischen Mitte aus.

„Wer den politischen Wettbewerb auf die Alternative zwischen dem eigenen Lager und dem politischen Untergang verengt, trägt selbst zu jener Polarisierung bei, die er angeblich bekämpfen will. Demokratische Vielfalt wird dadurch nicht gestärkt, sondern geschwächt. Wer einerseits politische Gegner moralisch delegitimiert und andererseits den Wählern suggeriert, es gebe nur die Wahl zwischen dem eigenen Lager und der Katastrophe, stärkt genau jene Lagermentalität, die unsere Demokratie zunehmend belastet“, so Schirmer.

„Unsere Demokratie braucht keine Angstkampagnen, keine doppelten Standards und keine moralische Selbstüberhöhung. Sie lebt vom Respekt vor Andersdenkenden, vom Vertrauen in die Urteilskraft der Bürger und von der Fähigkeit, politische Konflikte auszutragen, ohne Gegner zu Feinden zu erklären. Die SPD muss deshalb beantworten, wo ihre roten Linien zu einer Partei liegen, deren neuer Vorsitzender demokratische Mitbewerber auf diese Weise diffamiert“, so Schirmer abschließend.