Kinderschutz stärken heißt Polizei stärken: FDP fordert konsequente Modernisierung und Entlastung der Ermittler
Angesichts der stark gestiegenen Fallzahlen im Bereich der Kinderpornografie fordert Jakob Schirmer, der Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern für die Landtagswahl 2026, entschlossene Maßnahmen zur Stärkung der Polizei und eine klare Prioritätensetzung beim Kinderschutz.
„Ein Anstieg um 60 Prozent auf nahezu 1.000 Fälle ist ein deutliches Warnsignal. Hinter jeder Datei steht das reale Leid eines Kindes. Der Staat muss hier handlungsfähig sein und das ist er aktuell nur eingeschränkt“, erklärt der FDP-Spitzenkandidat.
Die Forderungen der Gewerkschaft der Polizei nach mehr Personal und besserer technischer Ausstattung seien absolut berechtigt. „Wenn hochspezialisierte Ermittlungen an zu wenig Personal und veralteter IT scheitern, läuft etwas grundlegend falsch. Kinderschutz darf nicht an fehlenden Ressourcen scheitern.“
Die FDP verweist in diesem Zusammenhang auf ihr Wahlprogramm, das eine umfassende Stärkung der Polizei vorsieht. „Wir stehen für eine leistungsfähige Polizei, die sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann: Straftaten verfolgen und Bürger schützen. Genau daran fehlt es derzeit, weil zu viele Kräfte durch Bürokratie und polizeifremde Aufgaben gebunden sind.“
Ein zentraler Ansatz der Freien Demokraten ist daher die gezielte Entlastung der Polizei: „Es kann nicht sein, dass hochqualifizierte Ermittler ihre Zeit mit Verwaltungsaufgaben oder Routinetätigkeiten verbringen. Wir wollen diese Aufgaben verstärkt auf Verwaltungsangestellte und spezialisierte Fachkräfte übertragen – auch im Bereich der Auswertung digitaler Inhalte. Das schafft Freiräume für die eigentliche Ermittlungsarbeit.“
Zugleich fordert die FDP eine deutliche Verbesserung der technischen Ausstattung und eine vollständige Digitalisierung der Abläufe. „Dass Daten im Zweifel noch wie vor Jahrzehnten per Kurier transportiert werden, zeigt, wie groß der Nachholbedarf ist. Moderne Kriminalität erfordert moderne Ermittlungsinstrumente.“
Auch strukturelle Versäumnisse der Landesregierung spricht der FDP-Spitzenkandidat klar an: „Die absehbare Pensionierungswelle wurde verschlafen, die Ausbildungskapazitäten sind seit Jahren am Limit. Wer heute mehr Personal fordert, muss auch sagen, wie es morgen ausgebildet werden soll. Wir wollen die Ausbildungskapazitäten deutlich erhöhen und die Fachhochschule in Güstrow stärken.“
Für die FDP ist klar: Mehr Sicherheit entsteht nicht durch immer neue Datensammlungen oder Überwachung, sondern durch gut ausgebildete, ausreichend verfügbare und effizient eingesetzte Polizeikräfte. „Wir lehnen eine ausufernde Datensammelwut ab. Entscheidend sind Qualität, Präsenz und konsequente Strafverfolgung.“
Abschließend betont der FDP-Spitzenkandidat: „Kinderschutz ist eine der zentralen Aufgaben unseres Rechtsstaates. Wer hier nicht konsequent investiert, setzt die falschen Prioritäten. Mecklenburg-Vorpommern braucht eine Polizei, die personell, technisch und strukturell so aufgestellt ist, dass sie diese schweren Verbrechen wirksam bekämpfen kann.“