Grüne Woche: Innovation statt Ideologie

Während die politische Debatte oft zwischen der Bewahrung des Status Quo und neuen Verboten erstarrt, braucht die Landwirtschaft einen dritten Weg: Fortschritt durch Innovation.
„Wir müssen aufhören, die Landwirtschaft als ein Museum der Nostalgie oder als reines Reparaturbetrieb für Umweltprobleme zu betrachten“, erklärt Wenzel. „Die Landwirte stehen heute vor der Wahl zwischen einem konservativen ‚Weiter-so‘, das keine Antworten auf den Klimawandel hat, und einer grünen Verbotspolitik, die die Produktion aus Deutschland verdrängt. Wir setzen dagegen auf den liberalen Weg: Effizienz durch Technologie.“

Die drei Säulen der Innovations-Offensive:
• Technologieoffenheit statt Denkverbote: Neue Züchtungsmethoden (wie CRISPR/Cas) dürfen nicht länger ideologisch blockiert werden. Sie sind der Schlüssel zu klimaresilienten Pflanzen und weniger Pflanzenschutzmitteleinsatz.
• Präzision statt Pauschalverbote: Durch Smart Farming und KI-gestützte Technik können Dünger und Pflanzenschutzmittel metergenau ausgebracht werden. Das schützt die Umwelt, ohne die Erträge zu gefährden. Wer Technologie nutzt, braucht keine pauschalen Flächenstilllegungen.
• Marktbasierte Planungssicherheit: Landwirte brauchen keine kurzatmigen Subventionsprogramme, sondern rechtssichere Genehmigungsverfahren für innovative Stallkonzepte und Energieerzeugung (Agri-PV, Biogas).

„Die Landwirtschaft ist eine Hightech-Branche. Wer Innovationen behindert, betreibt Symbolpolitik auf dem Rücken derer, die unsere Lebensmittel produzieren“, so Wenzel weiter. „Wir wollen, dass der nächste große Durchbruch in der Agrartechnologie aus deutschen Laboren und von deutschen Äckern kommt – und nicht per Import aus Übersee, weil wir uns hierzulande in Bürokratie und Bedenkenträgertum verstricken.“