Gesundheitscenter statt Betriebsschließung
Die Freien Demokraten in Mecklenburg-Vorpommern lehnen die defensive Mangelverwaltung der Landesgesundheitsministerin Stefanie Drese ab und setzen dem absehbaren Abbau der Notfallstrukturen ein modernes Konzept für ländliche Notfallregionen entgegen. Jessica Mendle, Kandidatin auf Platz 2 der FDP-Landesliste zur Landtagswahl, fordert die Umwandlung gefährdeter Grundversorgungskrankenhäuser in sektorenübergreifende Gesundheitscampusse mit integrierten 24-Stunden-Praxisnetzwerken.
„Wer wie Ministerin Drese nur davor warnt, dass wegen der Berliner Reformvorgaben Notaufnahmen schließen müssen, kapituliert vor der Realität und überlässt die Menschen auf dem Land sich selbst. Die Schließung der Notaufnahme in Crivitz und die Umwandlung kleinerer Kliniken zu reinen Fachzentren zeigen deutlich, dass starre Krankenhausstrukturen im ländlichen Raum nicht mehr funktionieren.
Wir wollen den bedrohten Standorten eine echte Zukunftsperspektive geben, indem wir ambulante Facharztpraxen, Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung, Pflegeanbieter, Phyiotherapeuten und Rettungsdienste unter einem Dach zusammenführen.“
Das FDP-Konzept sieht vor, an gefährdeten Standorten flexible Gesundheitscampusse einzurichten, die eine Notfallerstversorgung rund um die Uhr sicherstellen, ohne an veralteten und unbezahlbaren Bettenstrukturen festzuhalten. Durch den gezielten Einsatz von Telemedizin, modern ausgestatteten Notfall-Praxen und einer eigenständigen Behandlungskompetenz für qualifizierte Pflegekräfte und Notfallsanitäter lassen sich bis zu achtzig Prozent der abendlichen und nächtlichen Notfälle direkt vor Ort abschließend versorgen. Für echte Schwerstfälle soll zeitgleich die direkte Verlegung in Schwerpunktkrankenhäuser digital koordiniert werden.