Förderschulen erhalten – Voraussetzungen für Inklusion fehlen
Die FDP Mecklenburg-Vorpommern fordert den dauerhaften Erhalt der Förderschulen. Die von Bildungsministerin Oldenburg angekündigte Verschiebung geplanter Schließungen auf 2035 ändert nichts an der grundsätzlichen Problematik der aktuellen Inklusionspolitik.
Nach geltender Landesplanung sollen Förderschulen schrittweise organisatorisch aufgelöst und Förderbedarfe an Regionale Schulen verlagert werden. „Diese Strategie verkennt die Realität an unseren Schulen“, erklärt Brian Kipke, Kandidat der FDP zur Landtagswahl. „Regionale Schulen sind bereits heute personell stark belastet. Die notwendigen sonderpädagogischen Ressourcen stehen flächendeckend nicht zur Verfügung.“
Eine formale Zusammenlegung bedeute noch keine gelungene Inklusion. „Ohne ausreichend Fachpersonal und passende Lernstrukturen droht Benachteiligung statt Förderung“, so Kipke weiter. Förderschulen leisteten heute einen unverzichtbaren Beitrag zur individuellen Bildungsentwicklung.
Die FDP unterstützt die Proteste betroffener Eltern und fordert ein klares politisches Bekenntnis zum dauerhaften Erhalt der Förderschulen sowie eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung. „Bildungsgerechtigkeit heißt, jedes Kind bestmöglich zu fördern, wie es seine Bedürfnisse verlangen.“, so Kipke abschließend.