Finger weg von den tragenden Wänden der Medizin
FDP MV fordert sofortigen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik: Ambulante Praxen sichern 97 Prozent aller Behandlungsanlässe und dürfen nicht weiter geschwächt werden.
Schwerin. In der Baubranche weiß es jedes Kind: An tragenden Wänden rüttelt man nicht. Wer sie ohne Statiker einreißt, bringt das gesamte Haus zum Einsturz. Die FDP Mecklenburg-Vorpommern warnt: Genau das passiert gerade in unserem Gesundheitswesen. Mit lediglich 16 Prozent der Gesamtkosten decken niedergelassene Ärztinnen und Ärzte 97 Prozent aller Behandlungsanlässe ab. Wer diese Effizienz durch Sparmaßnahmen und Umverteilung aufs Spiel setzt, gefährdet die Gesundheitsversorgung der gesamten Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern.
„Die aktuellen Gesetzentwürfe zeugen von Realitätsverlust. Die Aufgaben von 50.000 Hausarztpraxen auf die verbliebenen 16.000 Apotheken abwälzen zu wollen, geht mathematisch, personell und qualifikatorisch niemals auf. Als niedergelassener Zahnarzt erlebe ich täglich, was ambulante Versorgung konkret bedeutet: Sie ist der erste und wichtigste Anlaufpunkt für die Menschen in diesem Land.“
Christian Bartelt, Generalsekretär FDP Mecklenburg-Vorpommern und Zahnarzt
Ambulante Praxen sind kein theoretisches Konstrukt auf dem Reißbrett Berliner Büros. Sie sind lokale Arbeitgeber, Orte der Prävention, der Akutversorgung und der Begleitung chronisch Kranker. Gerade im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, wo die Wege zu Krankenhäusern oft weit sind, tragen Christian Bartelt und seine Kolleginnen und Kollegen in den niedergelassenen Praxen die Versorgung ganzer Regionen.
„Ich bin Ärztin für Schmerztherapie und behandle ausschließlich chronisch kranke Menschen. Diese Patientinnen und Patienten sind auf eine verlässliche, wohnortnahe Versorgung angewiesen. Was die Bundespolitik gerade plant, trifft genau sie am härtesten. Wer die ambulante Struktur kaputtspart, bricht das Fundament weg, auf dem unser gesamtes Gesundheitssystem steht.“
Brigitte Gantke, Direktkandidatin FDP MV, Ärztin für Schmerztherapie
Brigitte Gantke, die für die FDP als Direktkandidatin für den Landtag antritt, und Generalsekretär Christian Bartelt fordern die Bundesregierung gemeinsam auf, die vorliegenden Gesetzentwürfe grundlegend zu überarbeiten. Die ambulante Versorgung muss als tragende Säule des Gesundheitswesens anerkannt und entsprechend finanziert werden. Wer stattdessen den Vorschlaghammer ansetzt, betreibt keinen Umbau, sondern einen Abriss, und der trifft die Patientinnen und Patienten in Mecklenburg-Vorpommern als erste.