Fehlerhafte Abituraufgabe: Schüler dürfen nicht die Leidtragenden sein
Denn: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf faire und verlässliche Prüfungsbedingungen und genau die wurden ihnen in diesem Fall nicht geboten“, betont Becker-Hornickel.
„Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet im Abitur, dem wichtigsten schulischen Abschluss, mit fragwürdigen Quellen gearbeitet wird“, so Becker-Hornickel. „Die Schüler tragen keinerlei Schuld an den Fehlern des Ministeriums, müssen aber mit den Auswirkungen leben.“
Besonders irritierend ist, dass das Bildungsministerium die Kritik zurückweist und keine Wiederholungsprüfung in Betracht zieht. „Damit lässt man die Abiturienten im Stich“, kritisiert Becker-Hornickel.
Die FDP-Politikerin fordert deshalb:
- eine vollständige Offenlegung, wie es zu dieser Aufgabenstellung kommen konnte,
- eine wissenschaftlich fundierte Qualitätssicherung für Prüfungsinhalte,
- sowie eine Überprüfung der Bewertung, um Nachteile für die Prüflinge auszuschließen.
„Geschichte ist ein zentrales Fach politischer Bildung. Schüler dürfen nicht zu Prüfobjekten ministerieller Nachlässigkeit werden“, betont Becker-Hornickel abschließend.