Fakten statt Ideologie: Whitney Bräunig fordert pragmatischen Umgang mit Sexarbeit in MV
Im Rahmen eines Fachgesprächs zur Situation der Sexarbeit in Mecklenburg-Vorpommern hat die FDP-Landtagskandidatin Whitney Bräunig für einen pragmatischen und faktenbasierten Umgang mit dem Thema geworben.
Bräunig betonte, dass politische Entscheidungen nur dann tragfähig seien, wenn die Erfahrungen der unmittelbar Betroffenen ernst genommen würden. Zu oft werde über Menschen gesprochen, ohne sie in politische Debatten einzubeziehen.
Im Austausch mit Branchenvertretern wurde deutlich, dass insbesondere bürokratische Hürden, lange Anfahrtswege zu verpflichtenden Terminen sowie fehlende Beratungsangebote als Belastung wahrgenommen werden. Nach Angaben der Gesprächspartner existieren im Land nur wenige spezialisierte Anlaufstellen, während viele praktische Fragen des Alltags häufig außerhalb staatlicher Strukturen geklärt werden müssten.
„Wer Menschen schützen möchte, muss sich zuerst ehrlich anschauen, wie die Realität aussieht“, erklärte Bräunig. „Schutz entsteht nicht durch immer neue Vorschriften, sondern durch funktionierende Unterstützung, Beratung und verlässliche Ansprechpartner.“ Aus Sicht der FDP-Listenkandidatin müsse die Landespolitik stärker zwischen wirksamen Schutzmaßnahmen und reiner Symbolpolitik unterscheiden. Die Gesprächspartner hätten mehrfach darauf hingewiesen, dass hohe bürokratische Anforderungen legale Strukturen erschweren könnten, ohne die eigentlichen Probleme zu lösen. Stattdessen bestehe die Gefahr, dass Angebote in weniger transparente Bereiche verdrängt würden.
„Ich kandidiere nicht, um ideologische Debatten zu führen“, sagte Bräunig. „Ich kandidiere, weil ich möchte, dass politische Entscheidungen den Menschen helfen. Dafür müssen wir den Mut haben, auch bei schwierigen Themen genau hinzuhören und offen zu diskutieren.“