FDP Mecklenburg-Vorpommern

Ein- und Ausperren ist keine Lösung

Zum Einreiseverbot für Zweitwohnsitzinhaber äußert sich der FDP-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl René Domke:

„Wer in MV ein Zuhause hat, der sollte auch die Chance haben einzureisen. Oftmals handelt es sich um Personen, die nach der Schulzeit weggezogen sind, und durch ihren Zweitwohnsitz ihrer Heimat verbunden bleiben. Es ist wichtig, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Wir brauchen jedoch zielführende Maßnahmen und keine pauschalen Reisebeschränkungen. Die grundlegende Überlegung sollte immer die sein, wie viel die betroffenen Personen zum Infektionsgeschehen beitragen und nicht, wo Einschränkungen prinzipiell möglich sind.

Wer in sein Ferienhaus oder seine Zweitwohnung fährt, hat wenig Kontakte und steht nicht im Verdacht Infektionstreiber zu sein. Als Freie Demokraten sprechen wir uns daher gegen diese Einreisebeschränkungen aus. Es kann nicht sein, dass man einerseits Zweitwohnsitzsteuern verlangt, andererseits die Menschen aber nicht ins Land lässt.

Als Bundesland profitieren wir davon, wenn Menschen sich dafür entscheiden nach dem Berufsleben nach MV zurückzukommen oder für ihren Lebensabend neu zu uns ziehen. Wie auch bei anderen Einreisesperren senden wir ein Signal in den Rest der Republik, der unserem Ruf als Tourismusland langfristig schadet. Die Lösung der Pandemie kann nicht daran liegen, möglichst viele Menschen ein- und auszusperren, sondern darin durch intelligente Maßnahmen, mehr Tests und zügige Impfungen die Kontrolle zurückzuerlangen, die die Landesregierung durch ihre Untätigkeit im letzten Sommer verloren hat."