DOMKE zum Holocaust-Gedenktag: „Nie wieder" ist unsere Verpflichtung

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt der Sprecher der Gruppe der FDP im Landtag, René Domke:

„Heute vor 81 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Wir gedenken der sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, der 500.000 Sinti und Roma, der politischen Gefangenen, der Homosexuellen - aller Menschen, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern finden sich die Spuren dieses Verbrechens: in Barth, in Peenemünde, in Wöbbelin. Die Erinnerung darf niemals verblassen.“

„Doch Erinnern allein genügt nicht. ‚Nie wieder‘ ist keine historische Floskel - es ist unsere tägliche Verpflichtung. Gerade in einer Zeit, in der antisemitische Gewalt zunimmt, in der Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder Angst haben müssen, in der die AfD ganz offen Begriffe wie ‚Schuldkult‘ verwendet und Gedenkstätten die Mittel streichen will - gerade jetzt müssen wir handeln.“

„Die FDP fordert: Null Toleranz gegen Antisemitismus - egal ob von rechts, links oder aus islamistischen Kreisen. Wer in Deutschland gegen jüdisches Leben hetzt, hat hier nichts zu suchen. Wir brauchen eine bessere Erfassung aller Formen von Judenhass, eine konsequente Verfolgung antisemitischer Straftaten und Verbote extremistischer Organisationen.“

„Mecklenburg-Vorpommern hat 50 Gedenkstätten - Orte, an denen Geschichte greifbar wird. Die Landesregierung muss diese Erinnerungsorte stärker fördern. Wer die Geschichte nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.“

„‚Nie wieder ist jetzt‘ - das ist kein Slogan. Das ist unsere Staatsräson.“