DOMKE: CDU vergreift sich im Ton - Anreize statt Gängelung

Zum Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels zur Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit äußert sich der Sprecher der Gruppe der FDP im Landtag, René Domke:

„Die CDU will Arbeitnehmern vorschreiben, wann sie Teilzeit arbeiten dürfen. Das ist der falsche Weg. Wer mehr Vollzeitarbeit will, muss sie attraktiv machen - nicht Menschen zu Bittstellern degradieren.“

„‚Lifestyle-Teilzeit‘ - allein dieser Begriff ist eine Unverschämtheit. Die CDU unterstellt Millionen Arbeitnehmern, sie seien faul. Die CDU will ihnen das Recht nehmen, ihre Arbeitszeit selbst zu bestimmen - und stattdessen die Solidargemeinschaft als Begründung missbrauchen.“

„Das Problem ist nicht die Teilzeit. Das Problem sind die Rahmenbedingungen. Wer Vollzeit arbeitet, wird in Deutschland mit Steuern und Abgaben bestraft. Jede zusätzliche Arbeitsstunde lohnt sich kaum - weil der Staat zugreift. Kitaplätze fehlen. Ganztagsschulen fehlen. Pflegeinfrastruktur fehlt. Und es gibt Menschen, die rechnen können und wissen, ab wann sich jede weitere Stunde nicht mehr lohnt. Und die CDU? Fordert Zwang statt Lösungen. Ein anderes Problem gehört eher auf den Tisch: eine gewisse Verbindlichkeit und Planungssicherheit bei Teilzeitmodellen. Arbeitgeber und Kollegen brauchen diese zur Personalplanung - da kann sicher noch nachgebessert werden. Eine zwangsweise Vollzeit à la CDU hingegen würde viele Arbeitskräfte komplett aus dem Arbeitsmarkt drängen.“

„Für die FDP ist die Lösung klar: Vollzeitarbeit muss sich lohnen. Steuern und Abgaben senken. Betreuung ausbauen. Pflege entlasten. Menschen vertrauen statt bevormunden. Wer freiwillig mehr arbeiten will, braucht keine CDU-Erlaubnis - sondern faire Bedingungen.“

„Deutschland braucht mehr Wachstum. Aber nicht durch Gängelung, sondern durch Freiheit.“