„Digitale Souveränität entsteht durch offene Standards, Sicherheit und Wettbewerb – nicht durch Anbieterwechsel allein.“
Die Entscheidung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, schrittweise stärker auf Open-Source-Lösungen zu setzen und Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern zu reduzieren, bewertet Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026, grundsätzlich positiv:
„Wir fordern zur Erhöhung der IT-Sicherheit und zur Erlangung echter digitaler Souveränität seit langem die Verwaltungsdigitalisierung auf Open Source aufzubauen, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Digitale Souveränität bedeutet für uns allerdings nicht, einzelne Anbieter auszutauschen, sondern die dauerhafte Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Schnittstellen zu sichern. Entscheidend ist die Handlungsfähigkeit des Staates – unabhängig von einzelnen Technologieanbietern“, erklärt die FDP Mecklenburg-Vorpommern.
Aus Sicht der Freien Demokraten ist der eingeschlagene Weg dann richtig, wenn er Teil einer umfassenden Digitalstrategie ist. Dazu gehören vor allem offene und interoperable Standards, die Vermeidung neuer Abhängigkeiten sowie ein echter Wettbewerb um die beste technologische Lösung.
Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch den Wechsel einzelner Systeme. Sie erfordert eine konsequente Modernisierung der gesamten Verwaltung. Noch immer fehlen in vielen Bereichen vollständig digitale, medienbruchfreie Verfahren. Ziel muss sein, dass Verwaltungsleistungen schnell, sicher und vollständig digital verfügbar sind.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Cybersicherheit. Die FDP fordert seit langem, Cybersicherheit als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu begreifen. Dazu gehören klare Sicherheitsstandards für die IT des Landes, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen der Systeme, eine bessere Ausstattung der zuständigen Behörden sowie regelmäßige IT-Notfallübungen in Land und Kommunen.
Auch der Einsatz von Open Source kann ein wichtiger Beitrag sein – insbesondere dort, wo er Transparenz, Sicherheit und Unabhängigkeit stärkt. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass Systeme leistungsfähig, wirtschaftlich tragfähig und international anschlussfähig sind.
Die FDP Mecklenburg-Vorpommern setzt sich deshalb für eine Digitalpolitik ein, die Sicherheit, Innovationsfähigkeit und Wahlfreiheit verbindet – und nicht einzelne Technologien zum Selbstzweck macht.