Chancen von KI im Schulalltag verantwortungsvoll nutzen
In der kommenden Plenarwoche des Landtages Mecklenburg-Vorpommern steht das Thema „Verantwortungsvoller Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Schulalltag“ auf der Tagesordnung. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsgruppe, Barbara Becker-Hornickel:
„Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebensrealität von Schülerinnen und Schülern. Statt sie aus dem Unterricht verbannen zu wollen, müssen wir sie aktiv, reflektiert und verantwortungsvoll in den Schulalltag integrieren.“
Becker-Hornickel betont, dass KI große Chancen für individualisiertes Lernen, effizientere Unterrichtsvorbereitung und neue didaktische Ansätze bietet. Gleichzeitig brauche es klare Leitlinien für den Einsatz, um Datenschutz, Chancengerechtigkeit und die Entwicklung eigener Kompetenzen sicherzustellen.
„Lehrkräfte dürfen mit dieser Entwicklung nicht allein gelassen werden.
Wir brauchen gezielte Fortbildungsangebote und eine moderne digitale Infrastruktur an unseren Schulen“, so Becker-Hornickel weiter. Die FDP-Landtagsgruppe setzt sich dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig Kompetenzen im Umgang mit KI erwerben. Dazu gehören neben technischen Grundlagen auch ein kritischer Umgang mit automatisiert erzeugten Inhalten.
„Unser Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, KI nicht nur zu nutzen, sondern sie auch zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Das ist eine zentrale Zukunftskompetenz“, erklärt Becker-Hornickel. Ein weiterer Fokus solle dabei auch auf den Prüfungsbereich gelegt werden.
„Gerade bei der Korrektur und Auswertung von Prüfungen kann KI eine Chance sein, Lehrkräfte zu entlasten.
Wenn wir es richtig anstellen, gewinnen Lehrerinnen und Lehrer dadurch mehr Zeit für das Wesentliche: Die individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler“, so Becker-Hornickel. Dabei sei klar: KI könne und solle pädagogische Verantwortung nicht ersetzen, sondern sinnvoll unterstützen.
„Die letzte Bewertung und die Einordnung von Leistungen müssen weiterhin beim Menschen liegen. Aber bei standardisierbaren Aufgaben, bei der Vorstrukturierung von Rückmeldungen oder der Auswertung von Ergebnissen kann KI ein wertvolles Werkzeug sein.“