Busfahrer brauchen keine Schmerzensgeld-Debatte, sondern moderne Arbeitsstrukturen

In der Debatte um die Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr fordert die FDP Mecklenburg-Vorpommern einen Kurswechsel. Anstatt sich in reinen Lohnforderungen zu verlieren, die die strukturellen Probleme lediglich finanziell kaschieren, müssten die tatsächlichen Arbeitsbedingungen grundlegend reformiert werden. „Höhere Löhne heilen keine Erschöpfung durch veraltete Dienstpläne“, so Kai-Uwe Richter, verkehrspolitischer Sprecher und Landtagskandidat.

„Der aktuelle Bericht über die Situation im Landkreis Ludwigslust-Parchim zeigt deutlich: Die Belastung der Fahrerinnen und Fahrer resultiert vor allem aus starren Schichtmodellen und ineffizienten Dienstunterbrechungen, die das Privatleben zerschneiden. Höhere Löhne heilen keine Erschöpfung durch veraltete Dienstpläne. Wir müssen die Bedingungen selbst ändern. Geld allein schafft keine Zeit für die Familie.“

Die FDP fordert eine Flexibilisierungs-Offensive vom Management der Verkehrsgesellschaften:

• Intelligente Dienstplanung: Einsatz moderner Software, um unbezahlte Standzeiten und extrem lange Schichten zu minimieren.

• Struktur vor Lohnsumme: Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch planbare, kompakte Arbeitszeiten statt starrer Präsenzpflicht.

• Entlastung durch Personal: Bürokratieabbau bei der Ausbildung, um die Last auf mehr Schultern zu verteilen und das Team zu verstärken.