Angst vor der falschen Meinung größer als der Mut zum Diskurs
„Freiheit ist kein Privileg für Gleichgesinnte – Kulturstaatsminister Weimer offenbart einen muffigen Geist der Bevormundung“, so Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP für den Landtag Mecklenburg-Vorpommern:
„Das Gebaren von Kulturstaatsminister Weimer um die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises ist ein Zeugnis tiefer Verunsicherung gegenüber einer offenen Gesellschaft. Wenn Politiker wie Herr Weimer versuchen, die Vergabe des Buchhandlungspreises offenbar an politische Wohlverhaltensklauseln zu knüpfen, dann atmet das einen muffigen Geist, den wir längst hinter uns gelassen haben sollten. Das Verständnis von Weimer und der ihn weiterhin tragenden CDU und SPD von Meinungs- und Kunstfreiheit ist hier erschreckend kleinlich und defensiv.
Wir Freie Demokraten stehen dafür ein, dass eine freie Kulturszene essentiell für eine freie Gesellschaft ist. Kunst- und Meinungsfreiheit sind keine staatlichen Gnadenakte für angepasstes Verhalten, sondern mit unsere höchsten gesellschaftlichen Bürgerrechte. Wo die Angst vor der falschen Meinung größer wird als der Mut zum Diskurs, gerät dieses Fundament in Gefahr. Eine starke Demokratie braucht Orte, die anecken, irritieren und den Mainstream herausfordern. Buchhandlungen sind keine staatlichen Auslagen für genehme Literatur, sondern Bastionen des freien Geistes. Wer den Mut zum Widerspruch bestraft, schwächt das Fundament unserer Freiheit.“