Analoge Polizei im digitalen Zeitalter ist ein Sicherheitsrisiko – Staat muss endlich liefern
Die massiven Defizite bei der technischen Ausstattung der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern sind alarmierend. Während andere Bundesländer längst auf mobiles Arbeiten setzen, arbeiten Polizeibeamte im Land teilweise noch immer mit Stift und Papier. Nach dem Einzug tausender Diensthandys infolge eines Cyberangriffs fehlt es bis heute nicht nur an Ersatzgeräten, sondern vor allem an einer funktionierenden digitalen Infrastruktur.
Dazu erklärt Jakob Schirmer, Jurist und Spitzenkandidat der FDP Mecklenburg-Vorpommern:
„Ein Staat, der seine Polizei mit analoger Technik in die digitale Kriminalitätsbekämpfung schickt, wird seinem Sicherheitsauftrag nicht gerecht. Wenn Polizeibeamte Vorgänge erst auf Papier erfassen und Tage später ins System übertragen müssen, ist das ein massiver Effizienzverlust – und ein echtes Sicherheitsproblem.“
Besonders kritisch sei, dass es nicht nur an Geräten, sondern an der gesamten IT-Struktur fehle: „Ohne funktionierende mobile Anwendungen und ohne direkten Datenzugriff bleibt selbst das beste Endgerät wirkungslos. Andere Bundesländer zeigen längst, wie es besser geht.“
Schirmer fordert einen klaren Kurswechsel: „Wir brauchen eine moderne, vernetzte Polizei mit echter mobiler Einsatzfähigkeit. Dazu gehören sichere Endgeräte, eine leistungsfähige IT-Infrastruktur und endlich funktionierende Schnittstellen zwischen den Bundesländern.“
Auch mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung der Kriminalität sei die aktuelle Lage nicht hinnehmbar: „Kriminalität verlagert sich immer stärker ins Digitale. Der Staat darf hier nicht im vergangenen Jahrhundert stehen bleiben.“ Für die FDP ist klar: „Ein liberaler Staat konzentriert sich auf seine Kernaufgaben – innere Sicherheit gehört dazu. Wer Freiheit sichern will, muss die Polizei so ausstatten, dass sie effektiv arbeiten kann.“
Abschließend betont Schirmer: „Jede Minute, die Polizisten mit Bürokratie und veralteter Technik verbringen, fehlt auf der Straße. Mecklenburg-Vorpommern braucht endlich eine Polizei auf der Höhe der Zeit – nicht irgendwann, sondern jetzt.“