Ärztemangel im ländlichen Raum: FDP MV fordert bessere Rahmenbedingungen
„Ärztinnen und Ärzte fehlen nicht, weil sie nicht studieren dürfen, sondern weil die Bedingungen im ländlichen Raum abschrecken“, erklärt Jessica Mendle, Landtagskandidatin in Mecklenburg-Vorpommern.
Was tatsächlich fehle, seien verlässliche Infrastruktur, moderne Arbeitsmodelle, weniger Bürokratie, Telemedizin sowie echte Perspektiven für Familien. Im Gegensatz zu Linken, AfD und CDU verfüge man über konkrete Lösungsmöglichkeiten für strukturelle Verbesserungen.
Konkret fordert Mendle, dass Wohnen, Kinderbetreuung, Schulen, Mobilität und digitale Netze landespolitisch priorisiert und gezielt ausgebaut werden.
Zudem fordert sie den konsequenten Ausbau von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), Anstellungsmodellen, Teilzeit, Jobsharing und regionalen Praxisnetzwerken, um planbare und familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Darüber hinaus spricht sie sich für den Abbau technischer und rechtlicher Hürden sowie für den flächendeckenden Ausbau von Telemedizin und digitaler Vernetzung aus. Ebenso fordert sie eine deutliche Reduzierung von Dokumentationspflichten, Abrechnungsprüfungen und Regressrisiken.
Ein weiterer Punkt ist die berufliche Integration mitziehender Partnerinnen und Partner. Hier fordert Mendle landesweite Programme durch Kooperationen mit regionalen Arbeitgebern sowie die Nutzung von Homeoffice-Modellen.
Schließlich fordert sie mehr Lehrpraxen im ländlichen Raum, eine bessere Vergütung der Weiterbildung und verbindliche regionale Ausbildungspfade.
„Man kann niemanden aufs Land zwingen, sondern muss das Land wieder lebenswert machen. Erst dann kommen Ärztinnen und Ärzte freiwillig“, so Mendle abschließend.