Abgabe Kraftwerk Lubmin: Wirtschaftlich vielleicht nachvollziehbar - politisch trotzdem nicht akzeptabel.
Zur heutigen Debatte im Landtag Mecklenburg-Vorpommern über die geplante Abgabe der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage im Industriehafen Lubmin erklärt David Wulff, Sprecher der Gruppe der FDP:
„Die Entscheidung, eine intakte Anlage nicht länger vorzuhalten, mag aus Unternehmenssicht eine rationale Kalkulation sein. Wer keine Nutzung hat, trägt Kosten. Das ist verständlich. Was nicht verständlich ist: dass eine mehrheitlich bundeseigene Gesellschaft eine solche Entscheidung trifft, ohne dass die Landesregierung öffentlich Stellung bezieht - und ohne dass irgendjemand sagen kann, welche Folgen das für den Energiestandort Lubmin langfristig hat.
Lubmin ist kein gewöhnlicher Industriestandort. Wer dort Infrastruktur abbaut, verändert die Voraussetzungen für alle künftigen Ansiedlungen, für die Energieversorgung der Region und für das Fachkräftepotenzial vor Ort - möglicherweise dauerhaft.
Irreversible Entscheidungen brauchen belastbare Begründungen. Die fehlen bisher.“