Kostenloser Eintritt macht noch keine spannende Ausstellung

Der FDP-Generalsekretär David WULFF unterbreitet einen Gegenentwurf zur Revitalisierung der Museen-Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns:

 

„Der Eintrittspreis ist nicht, was unsere Museen für viele junge Besucher unattraktiv macht. Jugendliche sind durchaus bereit für Veranstaltungen, die sie interessieren, beträchtliche Summen auszugeben. In den meisten unserer Museen lockt die Präsentation der eigentlich spannenden Exponate aber schlicht niemanden hinter dem Ofen hervor“, erklärt David WULFF: Die Freien Demokraten setzten sich daher für die Schaffung eines virtuellen Museumsnetzes ein, zu dem jeder kostenlos Zugang erhalten solle.
„Angesichts des miserablen Renommees, das die Landesregierung bei der Digitalisierung von Landesdiensten hat, wäre es sicher besser diese Aufgabe an die ‚jungen Wilden‘ der Start-Up-Szene auszulagern“, sagt WULFF. Diese seien der Zielgruppe der 12-26-jährigen in ihrer Mentalität ohnehin deutlich näher als die Verwalter in Schwerin. „Wer Museen für die Jugend anziehend machen will, der darf keine verstaubten Beamten im Kultusministerium fragen.“Das Land müsse daher als Verantwortungsträger für die kulturelle Infrastruktur in M-V, Zugang und Nutzung dieser Infrastruktur auch für private Anbieter öffnen. 

 

Museen erfüllen neben der Wissensvermittlung durch Ausstellung auch die Aufgaben von Erforschung und Bewahrung von Kulturgütern. „Da diese Leistungen ohnehin nicht kostendeckend zu betreiben sind, können wir den Zugang auch gleich so offen wie möglich gestalten. Man sollte sich aber nicht der Hoffnung hingeben, allein dadurch neue Besucher zu gewinnen.“