Echte Verluste unbeschränkt verrechnen

Zur Möglichkeiten für unbürokratische Unternehmenshilfen äußert sich der FDP-Landesvorsitzende René Domke:

„Eine wirkliche Hilfe für notleidende Unternehmen wäre die Ausweitung des Verlustrücktrages auf die Jahre 2017 und 2018. Aufgrund der Pandemie werden viele Unternehmen im Jahr 2020 hohe Verluste ausweisen. Trotz Verrechnung mit den Gewinnen des Jahres 2019 bleiben sehr wahrscheinlich noch enorme Verluste übrig, die nach jetziger Gesetzgebung nicht weiter zurück übertragen werden können.

Insofern wäre es eine wirkliche Hilfe für diese Unternehmen, wenn man den Zeitraum für die Rückübertragung eines Verlustes ausweitet und zusätzlich die Höchstbeträge des Verlustrücktrages deutlich erhöht. Das wäre eine wirkliche Hilfe, um unseren Unternehmen in der jetzigen Krise unbürokratisch und sehr schnell die benötigte Liquidität zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht vermittelbar, dass frühere Gewinne besteuert werden und die in 2020 tatsächlich erlittenen Verluste nicht mit diesen Gewinnen verrechnet werden können.

Angesichts des wirtschaftlichen Ausmaßes der Pandemie ist eine Glättung der Unternehmensgewinne und -verluste über einen längeren Zeitraum nicht nur sinnvoll, sondern auch echte Hilfe."