An der Hygiene darf nicht gespart werden!

Zu den geplanten Einsparungen bei der Reinigung von Ministerien äußert sich der FDP-Landesvorsitzende René Domke:

„Es ist zu begrüßen, dass auch die Landesregierungen den Ernst der Lage erkannt hat und Einsparungen ins Auge gefasst hat. Warum allerdings gerade an der Hygiene und Sauberkeit gespart wird, bleibt mir ein Rätsel. Anstatt die Sauberkeit in den Ministerien zu vernachlässigen, hätten die 1,2 Millionen Euro auch eingespart werden können, indem man den MV Fonds auflöst und der Staatskasse zuführt, anstatt ihn noch auf die Schnelle auf den Kopf zu hauen.

Gerade durch Erfahrungen der letzten Monate hätte ich erwartet, dass ein gestiegenes Bewusstsein für die Bedeutung von Reinlichkeit und Hygiene geschaffen worden wäre. Auch unabhängig von Corona können wir so Krankheiten für Erkältungen und Grippe reduzieren. Wenn wir davon ausgehen, dass wir durch weniger Sauberkeit mehr Krankheitsfälle haben, dann bin ich sicher, dass die steigenden Krankheitstage uns letztendlich mehr kosten als die Einsparung von 1,2 Millionen Euro.

Durch die Schließungen im Lockdown sind zudem viele Aufträge für die Reinigungsbetriebe weggefallen. Bevor wir also hier zusätzlich helfen müssen, sollten wir diese Menschen weiter ihrer Arbeit nachgehen lassen und so die Auftragssituation der Unternehmen nicht zusätzlich verschärfen.

Wir Freie Demokraten fordern daher, dass nirgendwo an Hygiene gespart wird, sodass diese Praxis sich nicht verbreiten kann und als nächstes in Schulen, Kitas und Hochschulen ähnliche Sparpotentiale von der Landesregierung ausgemacht werden.“