FDP MV: Nach dem Impfkonzept brauchen wir ein Öffnungskonzept

Zum Impfkonzept der Landesregierung äußert sich der FDP-Landesvorsitzende René Domke:

„Nachdem die Landesregierung monatelang nur auf die Entwicklung der Infektionszahlen reagiert hat, freut es uns, dass bereits ein Impfkonzept vorliegt, bevor der Impfstoff bereitsteht. Jetzt muss die Regierung auch zeigen, dass ihr Konzept umsetzbar ist.

Das medizinische Personal arbeitet seit Monaten an der Belastungsgrenze und wird dennoch benötigt, um die Impfungen durchzuführen. Wir begrüßen deshalb die Idee auch Medizinstudenten und Angehörige der Bundeswehr zur Unterstützung heranzuziehen, hoffen aber auf eine noch größere Mobilisierung, beispielsweise, indem wir die Impfungen auch von Pflegepersonal in der Ausbildung vornehmen lassen, denen die entsprechenden Techniken bereits vermittelt wurden. Um Ausfälle bei der Verteilung der Impfdosen zu verhindern, sollten wir das medizinische Personal möglichst früh impfen und so die reibungslose Verteilung sichern.

Da die Impfung und damit hoffentlich eine Normalisierung in Sicht ist, ist es jetzt an der Landesregierung einen Plan für eine Öffnung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens ins Auge zu fassen. Jeder Tag, an dem Restaurants, Fitnessstudios, Kultureinrichtungen und viele weitere Betriebe und Einrichtungen geschlossen sind, muss mit Steuermitteln bezahlt werden und schränkt das gesellschaftliche Leben ein.

Wir Freie Demokraten fordern daher eine zügige Öffnung, die sich am Impffortschritt und den Infektionszahlen orientiert. Als Erstes müssen dabei die Schulen in den Blick genommen werden: Wenn die am meisten gefährdeten Mitglieder unserer Gesellschaft geschützt sind, dann darf es für kein Kind mehr Einschränkungen im Unterricht geben. Ebenso fordern wir auch eine Öffnung der Restaurants mit Hygienekonzept.
Auch wenn Corona mit der Impfung nicht völlig verschwinden wird, brauchen wir jetzt eine Perspektive für einen Weg in die Normalität.“ PM 2020-114