Die Landesregierung darf dem Traum vom Eigenheim nicht entgegenstehen

Dazu sagt der Generalsekretär der FDP MV, David Wulff:

Die Preise für Immobilien und Bauland entfernen sich immer weiter von dem, was sich junge Familien leisten können. Auch bei uns in MV befeuert die Landesregierung die Spekulation mit Grundbesitz, indem sie durch eine Durchführungsverordnung des Innenministeriums die kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte zwingt an den Höchstbietenden zu verkaufen - ohne andere Kriterien zu berücksichtigen. So verlieren wir jede Steuerungswirkung und können jungen Familien nicht ermöglichen sich ein eigenes Haus leisten zu können.

Wir Freie Demokraten sehen im eigenen Haus nicht nur den Traum vom Eigenheim, den sich jeder erfüllen können sollte, sondern auch Altersvorsorge, Wertanlage und ein starkes Bekenntnis dafür langfristig in Mecklenburg-Vorpommern bleiben zu wollen.

Wer heute Bauen oder ein Eigenheim erwerben möchte, bekommt gute Zinssätze mit 100% Finanzierung der eigenen vier Wände. Aber die Nebenkosten müssen alle selbst tragen. Bei den aktuellen Grundstückspreisen macht es MV jungen Menschen mit Eigenheimwunsch mit 6% Grunderwerbsteuer unnötig schwer. Unser Lösungsvorschlag: 100.000,-€ Freibetrag für fällige Grunderwerbsteuer in Mecklenburg-Vorpommern.

Außerdem sollten Städte mit teuren Quadratmeterpreisen und wenig Angebot aktiv Ihre Stadt entwickeln und in den Bauämtern durchsetzen, dass wir die Städte verdichten. Möglichkeiten hierzu sehe ich im Ausbau von Dachgeschossen und der generellen Aufstockung von Gebäuden. Außerdem kann das Land mit der Optionsmöglichkeit bei der Grundsteuer ein eigenes steuerndes Model einführen, um der Spekulation mit Boden entgegenzuwirken.

Die aktuelle Politik der Landesregierung läuft diesem Ansatz leider entgegen. Mit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer, treibt das Land die Kosten ohne Not. Für bezahlbaren Wohnraum braucht es ein größeres Angebot, welches durch schnellere Baugenehmigungen und den Ausbau bestehender Flächen ohne horrende Mehrkosten für den Steuerzahler geschaffen werden kann.

PM 2020-090