Zum missglückten Wolfsmanagement in Torgelow erklärte der FDP-Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold:

„Es ist absurd: Wölfe in Torgelow legen ein Verhalten in den Tag, das selbst von Wolfsschützern und dem Wolfsmanagement nicht gewollt ist und wegen des Schutzstatus kann niemand etwas dagegen tun! Niemand will, dass sich Wolfswelpen und Jungtiere auf Nutztiere spezialisieren und von ihren Eltern lernen, wie sogar Elektrozäune überwunden werden. Doch dieser Kreislauf kann nur durchbrochen werden, wenn Problemtiere schnell entnommen werden“, sagt Hagen Reinhold, Bundestagsabgeordneter der FDP aus Mecklenburg-Vorpommern.
Problem sei der starre Schutz durch die FFH-Richtlinie. Der Wolf steht in Anhang IV der FFH-Richtlinie.

Das bedeutet, dass in Deutschland der individuelle Täter-Wolf nachgewiesen werden müsse, um eine Entnahme zu erwirken. Da an dem Aas beispielsweise aber auch Fuchs-DNA nachgewiesen wurden, lehnt die entsprechende Naturschutzbehörde eine Entnahme ab, weil die Entnahme nicht eindeutig zuzuordnen ist. „Für mich steht außer Frage, dass Füchse ein Rind nicht jagen und töten können. Die Landwirte derart alleine zu lassen, um selbst keine unbequeme Entscheidung treffen zu müssen, ist verantwortungslos!“, so Reinhold.


„Noch im Dezember hat sich Umweltminister Till Backhaus für eine Änderung des Naturschutzgesetzes feiern lassen – offensichtlich ist die ja komplett wirkungslos geblieben. Wir fordern deshalb ein Wolfsmanagement nach schwedischem Vorbild. Die Schutzjagd ermöglicht eine Entnahme von Wölfen, sobald sie Menschen oder Nutztieren gefährlich werden können. Dabei muss es noch keinen Riss gegeben haben“, so Reinhold weiter.