MV: Perfekte Testregion für Clubs und Livemusik

Die Bildungsministerin rudert mit ihren Plänen für die Theateröffnung zurück, weil sie nicht umsetzbar sind. Der aus Rostock stammende FDP-Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold schlägt das Schweizer Modell vor, um neben Theatern auch Clubs und Konzerte zu öffnen. Mecklenburg-Vorpommern sei mit aktuell 16 Corona-Infizierten die ideale Testregion, um Clubs und Livemusik-Spielstätten wieder zu öffnen.

 

Geschlossene Clubs und nicht stattfindende Konzerte kosten die Steuerzahler in MV jeden Tag Geld. Denn Kurzarbeitergeld und weitere Hilfen werden durch Steuergeld finanziert. Außerdem fallen landesweit Millionen an Steuereinnahmen weg.


"Wir haben aktuell 16 Corona-Infizierte im Land, obwohl seit Wochen Touristen nach MV strömen. Ich bin der Überzeugung, dass wir in MV die deutschlandweite Testregion für die Öffnung von Clubs werden sollten und das nach Schweizer Vorbild", sagt Hagen Reinhold, FDP-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Rostock.

Das innovative Modell der Schweiz sieht drei Varianten vor, die eine Öffnung ohne Gesundheitsgefährdung zulassen soll. Grundsätzlich soll stehend, sitzend und im Personenfluss ein Abstand von einem Meter gewährleistet werden. Wo dies nicht möglich ist, wie beispielsweise auf der Tanzfläche, werden Gäste über Hygienemaßnahmen informiert und müssen einen Mundschutz tragen. Dort, wo diese Maßnahmen nicht umsetzbar sind, müssen die Gäste informiert werden, die Kontaktdaten hinterlassen und abgeteilte Gästesektoren würden dann dafür sorgen, dass im Bedarfsfall nur ein Sektor und nicht alle Club-Gäste in Quarantäne müssten.


"Bei aktuell 16 Corona-Infizierten im Land, ist es jetzt Zeit für einen mutigen Neustart - auch für Theater, Konzerte und die Clubszene. Die Ministerpräsidentin schüttet Vieles zwar lieber mit dem Geld zu, das andere verdient haben, was sie dabei aber zu vergessen scheint: Ein Urlaubsland ohne Kunst und Kultur ist wie eine Geburtstagsparty, bei der jemand vergisst, den Gästen eine Torte hin zu stellen. Das macht auch das Umverteilungs-Geld nicht wett.“

 


Das Schweizer Modell in drei Varianten:


Variante 1: Mindestabstand einhaltbar
 Mindestabstand zwischen Personen (stehend, sitzend, im
Personenfluss) kann eingehalten werden


Variante 2: Mindestabstand nicht einhaltbar (also tanzende Leute)
 Information der Gäste über Hygienemaßnahmen
 Gäste tragen Masken oder Sitzplätze sind voneinander zu trennen


Variante 3: Distanz und (manche) Schutzmaßnahmen nicht einhaltbar.
 Gäste informieren, dass Mindestabstand unterschritten werden
kann
 Speicherung der Kontaktdaten
 abgetrennte Gästesektoren, die dann individuell in Quarantäne
müssten