Liberale Hochschulgruppen: Corona-Krise hat Hochschulen längstens erreicht

Statement von Moritz Harrer, Mitglied des Landesvorstandes der FDP M-V und stellv. Bundesvorsitzender für Presse & Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG)             

„Viele Studierende in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor existentiellen Problemen, weil ihnen im Zuge der Corona-Krise Aushilfsjobs abhanden gekommen sind oder ihre Eltern aufgrund von Kurzarbeit nicht mehr in der Lage sind, diese zu ausreichend zu unterstützen. Die kurzfristig notwendig gewordenen Maßnahmenpakete der Studierendenwerke zeigen gut auf, wie verzweifelt die Lage vieler Studierender in dieser Notsituation ist. Dazu äußert sich Moritz Harrer:   

„Die Landesregierung sollte sich für eine elternunabhängige Öffnung des BAföG-Volldarlehens für Studierende einsetzen, um finanzielle Schwierigkeiten und kurzfristige Engpässe unbürokratisch abzufedern, und entsprechenden Druck innerhalb der Kultusministerkonferenz sowie gegenüber der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek ausüben. Der finanzielle Spielraum ist vorhanden. Das zeigen die in 2019 nicht verausgabten BAföG-Mittel in Höhe von 900 Millionen Euro. Neue BAföG-Anträge müssen jetzt schnellstmöglich geprüft und bewilligt werden. Eine mehrmonatige Wartezeit kann für betroffene Studierende die Zahlungsunfähigkeit bedeuten. Das BMBF sollte den BAföG-Ämtern nun analog zur vereinfachten Prüfung der Grundsicherung ermöglichen, vorübergehend z. B. auf die Vermögensprüfung nach BAföG zu verzichten, um die Verfahren zu beschleunigen. Auch eine temporäre personelle Aufstockung der BAföG-Ämter ist zu prüfen."