FDP warnt: „Kulturszene kommt zum Erliegen“

Der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE sorgt sich um die Existenz der Kulturlandschaft M-Vs in der Corona-Krise und fordert die Landesregierung kreative Lösungen der Szene zu unterstützen:
„Wir müssen aufpassen, dass die Menschen nicht nur nicht an Corona, sondern auch nicht an kultureller Unterernährung umkommen. Es gilt erfindungsreich und flexibel zu sein, um einen Kulturbetrieb unter diesen erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Diese Eigenschaften, die bei unseren Kulturtreibenden im Überfluss vorhanden sind, sucht man in Regierung und Verwaltung aktuell leider vergebens.
Dadurch fehlen Theatern, Museen, Ausstellungen und Galerien aktuell die Einnahmen, denn sie mussten mit als erstes schließen. Viele Bürger blicken im Land in eine ungewisse Zukunft und verzichten lieber auf Ausgaben im kulturellen Bereich. Hier ist die Politik gefordert und wir Freie Demokraten rufen dazu auf, finanziell dafür zu sorgen, dass die Kultur nicht zum Erliegen kommt. Politik und Kulturschaffende sind gemeinsam aufgerufen, Möglichkeiten des anderen kulturellen Erlebens zu schaffen.

Inszenierungen und Auftritte müssen beispielsweise nicht in überfüllten Theaterhäusern oder Konzerthallen aufgeführt werden. Wie wäre es mit kleinen Stücken für die wieder öffnenden Schulen. Wie wäre es mit Aufnahmen von Stücken, die digital aufgeführt werden könnten und in die Wohnzimmer, in Klassenräume oder auf die Tablets oder Smartphones übertragen würden. Warum können Museen und Ausstellungen nicht öffnen, wenn der Einzelhandel dies kann? Abstandsregeln und Hygienestandards können auch dort eingehalten werden. Es wäre zudem ein Beitrag für das aktuell noch eingeschränkte Bildungsangebot.


Vor allem braucht es konkrete Hilfen für die Kunst- und Kreativwirtschaft, die in Mecklenburg-Vorpommern oft in kleinsten Strukturen besteht. Was wären wir für eine Gesellschaft, wenn wir zuließen, dass das Virus die Kulturlandschaft nachhaltig zerstört?“ PM 2020-046