FDP: „Einheitlicher Steuersatz, egal wo man isst!“

Der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE schließt sich der Forderung des Bundes der Steuerzahler und der Dehoga an und fordert ebenfalls die grundsätzliche Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes:
„Auch, wenn die Forderung nach einem einheitlichen Umsatzsteuersatz in der Gastronomie wenig direkt mit der Corona -Krise zu tun hat, bleibt sie richtig und ist zu unterstützen. Die Gastronomie leidet als Branche aktuell enorm. Vollschließung heißt von heute auf morgen Null Umsatz, da bleibt es zunächst egal, zu welchem Steuersatz, denn 19% von Null sind genauso Null wie 7% von Null.
Aber: die Erfassung der Umsätze danach, ob Speisen vor Ort verzehrt werden oder vom Gast mitgenommen werden, führt immer wieder zu praktischen als auch rechtlichen Problemen. Wirklich kontrollierbar ist es sowieso nicht. Völlig absurd wird es bei Cateringleistungen, je nachdem, ob der Caterer die Speisen nur anliefert oder ob er sie auch servieren lässt oder Einrichtung zum Verzehr stellt.

Ein einheitlicher Steuersatz sorgt für Rechtssicherheit, beseitigt Wettbewerbsnachteile gegenüber der Gastronomie anderer EU-Staaten und bedeutet deutlich geringeren Dokumentations- und Kontrollaufwand.
Wenn wir der krisengebeutelten Branche Vereinfachungen und Bürokratieabbau ermöglichen können, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Entgegen der landläufigen Meinung, Gastwirte würden dadurch privilegiert, ist anzumerken, dass der Gast die Umsatzsteuer trägt und diese nur durchläuft. Die FDP will ohnehin die gesamte Umsatzbesteuerung auf den Prüfstand stellen, denn die unterschiedlichen Steuersätze führen in vielen Lebensbereichen längst zu nicht mehr nachvollziehbaren Ergebnissen.“ PM 2020-043