WULFF: „Digitalisierungs-Fonds für M-V wäre der bessere Strategiefonds!“

FDP-Generalsekretär David WULFF pflichtet dem Pro-Rektor der Universität Greifswald, Steffen Fleßa, in seiner Kritik an den mangelhaften Bemühungen der Landesregierung, um die Digitalisierung der Lehre in M-V vollumfänglich bei:
„Aktuell könnten unsere Universitäten richtig zeigen, was mit digitaler Lehre schon alles zu erreichen ist. Sie könnten, wenn denn die nötigen Mittel und Vorschriften schon da wären. Stattdessen rächen sich jetzt die Versäumnisse von Landesregierung und Regierungsparteien“, ist David WULFF überzeugt. An guten Ideen und Konzepten, wie Lehrveranstaltungen und Prüfungen in den digitalen Hörsaal verlegt werden können, mangele es seiner Überzeugung nach nicht. Meist fehle es jenseits von solitären Modellprojekten schlicht an Geld, um die nötige Ausrüstung anzuschaffen.

„Andere Bundesländer legen extra millionenschwere Digitalisierungsfonds auf. In Mecklenburg-Vorpommern richten SPD und CDU lieber einen Machterhaltungsfonds zur Verteilung von Wahlkreisgeschenken ein. Auch wenn die ein oder andere Maßnahme des „Strategiefonds“ auch jenseits der Wählerbezirzung sinnvoll sein mag - Ein echter Digitalisierungs-Fonds für M-V wäre mit Abstand der bessere Strategiefonds!“, hält der Digitalisierungsexperte fest. Stattdessen gebe in M-V ein unüberschaubares Flickwerk aus Kleinförderungen.


„Was sich mir überhaupt nicht erschließt, ist das Fehlen der nötigen Rechtsgrundlagen zur Abhaltung digitaler schriftlicher und Gruppen-Prüfungen“, ist WULFF fassungslos. „Hier hat das Bildungsministerium viel Zeit ungenutzt verstreichen lassen, um die nötigen Vorgaben zu liefern. Jetzt fehlen diese juristischen Ecksteine und stellen den Lehrbetrieb in der Corona-Krise vor erhebliche Herausforderungen.“ PM 2020-040