FDP beklagt Flickenteppich in der wirtschaftlichen Krisenbewältigung

Zu den unterschiedlichen Maßnahmen der Bundesländer zur Wirtschaftsstabilisierung aufgrund der Corona-Pandemie äußert sich der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE:
 
Was wir gerade erleben, ist ein Szenario gut gemeinter aber unkoordinierter Maßnahmen. Während in Bayern bereits völlig unkompliziert 2seitige Anträge online gestellt werden können für gestaffelte Zuschüsse, wird in M-V bis jetzt allenfalls eine Antragsvormerkung in Aussicht gestellt, was auch immer das sein soll.
Während viele kleine Betriebe, auch Solobetriebe in Handel, Handwerk, Gastronomie und Beherbergung um das nackte Überleben kämpfen, rollt sich ein Förderflickenteppich über Deutschland aus. Die Not ist aber in M-V genauso groß wie in Bayern.

Gerade in M-V sind viele Betriebe mit wenig Eigenkapital ausgestattet. Was diese jetzt sofort zum Überleben brauchen ist ein echter Zuschuss, wie in Bayern oder anderen Bundesländern. Was diese nicht brauchen, ist ein weiteres Darlehen, wenn sie nicht wissen, wie sie das nach der Krise abzahlen sollen.
Der Bund wird seinen Rettungsschirm auch nicht über alle spannen, wie der Kabinettsbeschluss zeigt. Daher muss die Landesregierung nachsteuern und ihre Hilfe als komplementäre Hilfe anpassen.
Klarheit, Antragsverfahren sofort und gestaffelte echte Zuschüsse oder eine Neuauflage von Eigenkapitalhilfe sind die gebotenen Maßnahmen der Stunde. Andernfalls überleben das Tausende von Betrieben nicht, und damit auch die Arbeitsplätze nicht. PM 2020-025