WULFF: „Angebliche jährliche Steigerungen sind in Wirklichkeit Kürzungen!“

Der FDP-Generalsekretär David WULFF durchleuchtet „Eckwerte zur Hochschulentwicklung 2021 bis 2025“: jährliche 1,5%-Steigerungen der Hochschulzuschüsse sind 0,7%-Kürzungen:
„1,5 % sind zu wenig!“, hält WULFF fest. „Eine so geringe jährliche Steigerung des Budgets gleicht die Prognosen zu Inflation und zur Entwicklung der Studierendenzahlen nicht aus. Wir Freie Demokraten fordern eine jährliche Steigerung der Hochschulzuschüsse von mindestens 3%. Nur so können wir Mecklenburg-Vorpommern wirklich auf einen Zukunftskurs bringen.“

Die Zahlen der KMK, mit denen die Landesregierung in ihren „Eckwerten zur Hochschulentwicklung“ rechnet, bedeuten bei in gleichbleibenden Studienabbrecher-Quoten ein Wachstum der Studierendenschaft von 5,7 % bis zum Jahr 2025. Mit 10.921 € gäbe die Landesregierung dann nominell immerhin 3% mehr im Vergleich zu heute für jeden Studenten aus. „Unter Berücksichtigung einer moderaten Inflationsrate von jährlich 1,25% bleiben davon aber real nur 10.391 € heutiger Kaufkraft übrig. Das heißt im Endeffekt, dass die Hochschulzuschüsse pro Student inflationsbereinigt jedes Jahr um 0,7 % sinken!“, erklärt WULFF. „Diese angeblichen jährlichen Steigerungen sind in Wirklichkeit Kürzungen!“


„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Mittel des Hochschulpakets verwendet werden sollen, um bislang dauerbefristete Stellen zu verstetigen. Eine Stärkung des akademischen Mittelbaus ist lange überfällig“, zeigt sich WULFF zufrieden, gibt aber gleichzeitig zu bedenken: „Die Universitäten fallen in die Verantwortung der Landesregierung. Die Mittel des Bundes sollen helfen die universitäre Bildungslandschaft zu verbessern. Sie sollen nicht den fiskalischen Kahlschlag der letzten Jahrzehnte Landespolitik ausgleichen - Und unter Garantie auch nicht dafür sorgen, dass dieser weitergehen kann!“ PM 2020-020