WULFF: „Souveräne Einwanderungspolitik statt verfehlten Leitkulturdebatten!“

Der FDP-Generalsekretär David WULFF erklärt zur Wiederbelebung der Leitkulturdebatte durch Philipp Amthor:
„Weißwurst und Dirndl oder doch Bismarck-Hering und Platt? Wie sieht er aus, der echteste Deutsche?“, fragt der Generalsekretär: „Wir Deutschen waren schon eine vielfältige und bunte Truppe als Deutschland 1871 in die Existenz trat. Heute, wo jeder vierte Deutsche einen Migrationshintergrund hat, wirkt es geradezu lächerlich, eine deutsche Leitkultur herbeikonstruieren zu wollen.“

Erfolgreiche Integration gehe nur über Bildungssystem und Arbeitsmarkt, ist WULFF überzeugt. „Ja, wir Deutschen haben das Recht Anforderungen an die berufliche Qualifikation und Eignung unserer Einwanderer zu stellen“, stellt WULFF klar. „Unsere Einwanderer aber zu ‚Guten Deutschen‘ umerziehen zu wollen, ist nicht nur unrealistisch, sondern komplett lächerlich.“ Stattdessen müsse bereits vor der Ankunft der Migranten geprüft werden, ob eine Integrationsfähigkeit in den Arbeitsmarkt gegeben sei: „Insbesondere die CDU verhinderte aber ein dazu nötiges Einwanderungsgesetz über Jahrzehnte mit dem realitätsfernen Totschlagargument: ‚Deutschland ist kein Einwanderungsland‘. Diese Realitätsflucht rächt sich heute bitter in Form des Fachkräftemangels.“ PM 2020-016