WULFF: „Wir brauchen eine optimistische Wirtschaftspolitik gegen die dunklen Konjunkturaussichten."

Zum wirtschaftlichen Jahresausblick der Vereinigung der Unternehmerverbände MV nimmt der Generalsekretär der FDP MV, David Wulff, wie folgt Stellung:
Die Befragung der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern durch die VUMV zu den Aussichten für 2020 ergibt eine zunehmend schlechtere Stimmungslage der Unternehmen im Land. Die Landesregierung muss dies unbedingt ernst nehmen und endlich eine richtige Wirtschaftspolitik beginnen. Erwartungen und Planungssicherheit spielen bei Investitionen von Unternehmen immer eine große Rolle. Daher muss die Landesregierung mit einer optimistischen Wirtschaftspolitik vorangehen, damit negative Erwartungen nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Frühzeitig wiesen die Freien Demokraten darauf hin, dass die öffentlichen Haushalte investitionsfreundlicher gestaltet werden müssen, dass Bürokratie beseitigt werden muss, weil die Konjunkturdelle in Sichtweite war. Jetzt müssen Anreize geschaffen werden, um die Delle so erträglich und so kurzzeitig wie möglich abzuschwächen.


Fast die Hälfte der Unternehmen beklagt ein negatives Unternehmerbild im Land. Das ist kein Wunder, wenn insbesondere von SPD Vertretern ständig negative Bemerkungen zu unseren Unternehmerinnen und Unternehmen zu hören sind. Ein untätiger Wirtschaftsminister tut sein Übriges, um das schlechte Image zu festigen. Wir brauchen endlich wieder ein positives Bild des Unternehmertums in der Gesellschaft, wir brauchen mehr Bildungsansätze, die Wirtschaft, Unternehmertum und Beschäftigung in den Fokus nimmt. Wer ins Risiko geht, innovative Angebote macht und Arbeitsplätze schafft, dem gebührt unser Respekt. Dazu kann die Politik maßgeblich beitragen.

Die Delle kommt zur Unzeit, wenn viele Gründer der Anfang 1990er Jahre heute Nachfolger suchen. Es gibt zu viele Hürden für eine Nachgründungskultur, die wir unbedingt brauchen. Hier kann und muss die Landesregierung handeln. Erst recht, wenn nach wie vor viele Fachkräfte das Land verlassen.


Während im vergangenen Jahr noch fast ein Viertel der Landesregierung die Note „gut" oder „sehr gut“ gegeben hat, sind es jetzt nur noch 3 Prozent. Das ist ein katastrophales Zeugnis.
Positiv zu sehen, ist der Fortschritt im Bereich der Digitalisierung. 61 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass bereits konkrete Digitalisierungsplanungen vorliegen oder Projekte in der Umsetzung sind. Fast ein Viertel der Befragten gibt sogar an, dass sie bereits von der Digitalisierung profitieren. Diesen Weg muss die Landesregierung unbedingt weiter unterstützen. Glasfaser und flächendeckender Mobilfunk muss schnellstmöglich der Standard in MV sein, wir liegen damit schon zu weit hinten im internationalen Vergleich. PM 2020-001