FDP fordert: Beißt nicht die Hand, die uns füttert!

Zur heutigen Großdemonstration der Landwirte in Berlin erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Bohl:
Es ist sehr bewegend die Bilder von den Trecker-Massen zu sehen, die sich auch aus Mecklenburg-Vorpommern auf die Hauptstadt zubewegt haben. Sie zeigen, wie tief der Frust über die Politik bei den Landwirten sitzt. Wenn Bauern innerhalb von vier Wochen in jeweils größerer Anzahl ihre Höfe verlassen, um sich Gehör bei den politisch Verantwortlichen verschaffen zu wollen, stimmt etwas mit der Agrarpolitik nicht. Beeindruckend ist, mit welcher inhaltlichen Geschlossenheit die Landwirte der unterschiedlichsten Produktionsrichtungen und Betriebsformen auftreten. Die Politik ist gut beraten, ihnen ausreichend Gehör zu schenken.

Die Botschaft der Landwirte, dass sie sich bei der Umsetzung der Ziele im Insektenschutz, Naturschutz und dem Tierwohl beteiligen wollen, ist klar. Doch müssen Landwirte mit ihrem Fachwissen dabei Beachtung finden bevor politische Entscheidungen gefällt werden, die sie massiv betreffen. Der beste Weg diese Maßnahmen erfolgreich umzusetzen, ist die Kooperation mit den erfahrenen Landwirten.  Dabei darf eine Folgenabschätzung auf wissenschaftlicher Basis nicht fehlen. Eine Politik, die aus dem Bauch heraus oder nach Versuch und Irrtum handelt, wird den Zielen nicht gerecht. Landwirte müssen auch weiter in der Lage sein, heimische Lebensmittel zu produzieren. Denn wer regionale Lebensmittel wünscht, muss die Bauern zukünftig auch diese produzieren lassen. PM 2019-061