WULFF zum „Weltraumbahnhof Laage“: „Auf dem Boden der Realität bleiben!“

Der FDP-Generalsekretär David WULFF setzt den Träumereien von einem „Weltraumbahnhof Laage“ physikalische Fakten entgegen:
„Mecklenburg-Vorpommern ist als nördliches Bundesland für einen Weltraumbahnhof leider geographisch benachteiligt“, hält der Generalsekretär der Freien Demokraten fest. „Ich bin immer für mutige Visionen, aber man sollte dennoch auf dem Boden der Realität bleiben – und die macht einem Weltraumbahnhof in Laage leider einen Strich durch die Rechnung“, erklärt WULFF und verweist auf die physikalischen Zusammenhänge: Mit genügend Treibstoff lasse sich zwar letztlich jeder Orbit von jedem Ort auf der Erde erreichen. „Je weiter aber ein Startplatz in nördlicher oder südlicher Richtung vom Äquator entfernt ist, umso weniger Orbits sind mit einem wirtschaftlich sinnvollen Energieaufwand erreichbar.

Aus diesem Grund startet die ESA in aller Regel auch vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana in Südamerika, das zwar fast 6000 Kilometer von der europäischen Küste aber nur 500 Kilometer vom Äquator entfernt liegt“, erklärt WULFF und konstatiert: „Laage hingegen ist fast 6000 Kilometer vom Äquator entfernt. Bei aller Liebe für die Stadt Laage, ihre Einwohner und ihren hervorragenden Bürgermeister: der ideale Ort für einen Weltraumbahnhof sieht anders aus.“


„Dennoch spricht natürlich nichts dagegen mit der Weltraumforschung in Laage ordentlich Gas zu geben. Als Standort für Forschung und Entwicklung ist Laage nämlich tatsächlich bestens geeignet“, gibt sich WULFF zuversichtlich. „Auch Herr Pegel sollte sich nicht entmutigen lassen: Sein Ressort hat mit dem Breitbandausbau schon jetzt eine Herausforderung von der Größe einer Mondmission auf dem Tisch.“ PM 2019-059