DOMKE: „Bildungspflicht statt Schulpflicht!“

Zum Kampf einer Schweriner Mutter für die Hausbeschulung ihres Kindes erklärt der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE die Schulpflicht für überholt:
„Nirgendwo wird die Pflicht zum Besuch einer Schule derart rigoros durchgesetzt wie in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei ist die Schulpflicht schon lange nicht mehr zeitgemäß, wenn der Staat sich durch Schulschließungen, Lehrermangel und massiven Unterrichtsausfall aus der Verantwortung stiehlt“, findet DOMKE und verweist auf das Schicksal der hessischen Familie Wunderlich, die für die Hausbeschulung ihrer Kinder letztlich in das politische Asyl der USA flüchten musste.

„Es gibt international viele Beispiele dafür, dass erfolgreiche Bildung nicht vom Besuch eines bestimmten Schulgebäudes abhängt. Wenn die altersgerechte Bildung sichergestellt ist, sollten durchaus dezentrale Alternativen zugelassen werden. Dabei sind nachprüfbare Standards einzuhalten, so dass jederzeit ein Wechsel in verschiedene Lehrformen stattfinden kann“, konstatiert der Landesvorsitzende der Liberalen und hält fest: „Homeschooling sollte nicht kriminalisiert werden, denn es gibt durchaus erfolgreiche Traditionen für den Unterricht zuhause.“


In den meisten Ländern der entwickelten Welt gibt es eine Bildungspflicht, die sicherstellen soll, dass jedes Kind die nötigen Kenntnisse erlernt, um gleichberechtigt und frei an der demokratischen Gesellschaft teilzuhaben. Eine allgemeine Schulpflicht ist hingegen ein deutscher Sonderweg. „Angesichts der heutigen Vielfalt an insbesondere digitalen Homeschooling-Konzepten gibt es keinen Grund an der preußischen Schulpflicht starr festzuhalten. Diese diente ohnehin ursprünglich nur der Vermittlung soldatischer Tugenden und der unfallfreien Bedienung eines Vorderladers“, verdeutlicht DOMKE. „Diese Zeiten haben wir glücklicherweise lange hinter uns gelassen.

 

Bevor Kinder einen wertvollen Teil ihrer Kindheit auf stundenlangen Schulwegen verlieren und eine Vielzahl von Stunden ohnehin ausfällt, sollten die Chancen dieser Lernformen genutzt werden“, ist DOMKE überzeugt und hält fest: „Die Schulpflicht liegt in der Verantwortung des Landes. Der Landtag kann und sollte auch in dieser Frage neue Wege diskutieren.“ PM 2019-058