VOM BAUR: „Versorgungssicherheit zählt, nicht die Interessen der Windkraftbranche!“

Der stellv. FDP-Landesvorsitzende Michael VOM BAUR kritisiert die gemeinsame Erklärung der norddeutschen Energieminister- und senatoren vom 12. September 2019 sowie den Windgipfel der Bundesregierung im September 2019:
„Nicht die Interessen der Windkraftbranche, sondern vernünftige Lösungen zur Sicherstellung der Stromversorgung, müssen die Überlegungen zur Zukunft der Windkraft bestimmen. Ein weiterer massiver Ausbau der Windkraft erfordert zwingend einen entsprechenden Ausbau des Netzes sowie großtechnische, wirtschaftliche Lösungen für die Integration des aus Wind gewonnenen Stroms“, erklärt VOM BAUR. Dieser sei naturgemäß starken Schwankungen unterworfen und falle in relativ kurzen Zeiträumen an - eine Eigenheit der Windstromproduktion, die erhebliche Speicher-, Umwandlungs- und Weiterleitungskapazitäten erfordere: „Entsprechende Kapazitäten sind aber auch auf mittlere Sicht noch nicht erkennbar. Die ersten ‚Reallabore‘ werden erst in einigen Jahren belastbare Ergebnisse zu Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit liefern.“

„Der Ausbau der Windkraftkapazität an Land stößt bei den Betroffenen auch im Norden auf immer größeren Widerstand. Tausende Menschen sind in Bürgerinitiativen im ganzen Land organisiert und wehren sich gegen Eingriffe in Naturschutz- und Anwohner-Interessen“, gibt VOM BAUR zu Bedenken. „Die gleichen NGOs, die sonst jedes Infrastrukturprojekt mit Naturschutzklagen überziehen, fordern dann beim Bau neuer Windparks Ausnahmen vom Naturschutz.“ Die Freien Demokraten nähmen die Sorgen der Betroffenen hingegen ernst, sagt VOM BAUR. Deutschland brauche dringend eine breite, offene und auf Fakten basierende Debatte darüber, wie die Landschaften in 20 Jahren aussehen sollten. „Die Klimaschutzziele können auch ohne Maximierung des Windkraftausbaus an Land erreicht werden!“ PM 2019-50