Impfzwang für M-V ist unverhältnismäßige Panikmache

Der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE bezeichnet die Einführung einer Masern-Impfpflicht als eine Überreaktion:

 

„Nirgendwo in Deutschland ist der Impfschutz gegen Masern so flächendeckend, wie in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt einen Impfzwang einzuführen, scheint mir übertrieben“, sagt DOMKE und verweist auf die aktuellsten Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI). 2017 hatten dem RKI zufolge 98% aller Erstklässler die erste und 95,5% die zweite Masernimpfung erhalten.[1] Angesichts dieser Quoten sei bereits eine solide Herdenimmunität in der Bevölkerung gegeben, konstatiert DOMKE. 
„Der tiefe Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, die eine Impfung wider Willen darstellt, ist angesichts dieser Zahlen nicht verhältnismäßig. Wir sollten stattdessen dafür Sorge tragen, dass alle Empfänger der ersten Impfung auch die zweite Impfung erhalten.“Dies sei aber keine Frage des Unwillens sondern des Erinnerungsvermögens und dem könne man auch ohne einen Impfzwang auf die Sprünge helfen, sagt DOMKE: „Schlussendlich muss immer das Kindeswohl im Vordergrund stehen und die hohe Impfquote zeigt, dass die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sich dieser Verantwortung auch bewusst ist.“

 

[1]Robert Koch-Institut: Impfquoten bei Schuleingangsuntersuchungen in Deutschland 2017. Epidemiologisches Bulletin 2. Mai 2019 / Nr. 18. Abrufbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2019/Ausgaben/18_19.pdf?__blob=publicationFile (Stand: 17.06.2019)