Pflegebedarf wird nicht allein durch Planung gedeckt

Zu den Landtagsvorlagen zum Thema Pflegebedarfsplanung in M-V und zukunftsfeste Gestaltung äußert sich der FDP-Landesgeneralsekretär David Wulff:
 
Der immens gestiegene Pflegebedarf im Land erfordert konkrete Maßnahmen. Den Bedarf über eine Planung abzubilden ist gut und schön, offenbart aber nur vorhandene Defizite. Diese sind bereits seit der Enquete-Kommission "Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" hinreichend dargelegt.
Uns Freien Demokraten kommt es hingegen nicht auf Planwirtschaft in der Pflege an. Solange es nicht genug Pflegefachkräfte gibt, ist es leider nur reine Symbolpolitik, den Personalschlüssel zu erhöhen. Sinnvoller ist, die Pflegefachkräfte von Aufgaben zu entlasten, die delegiert werden können, um mehr Kapazitäten für die eigentliche Pflege freizusetzen.

Die Entlastung brauchen die Pflegefachkräfte sofort, uneinlösbare Versprechungen in die Zukunft gerichtet helfen niemandem.


Die Pflegefachkräfte haben in den letzten Jahren allein schon aufgrund des Fachkräftemangels spürbare und im Branchenvergleich überproportionale Gehaltsverbesserungen verzeichnen können, was die Attraktivität des Berufsbildes steigert, was die gestiegenen Ausbildungszahlen belegen. Es ist aber nicht allein der monetäre Anreiz, mit dem Fachkräfte gewonnen werden, es sind vor allem die Arbeitsbedingungen und die Belastungssituationen.