Familie ist mehr als Ehe

Wir Freie Demokraten stellen fest,

  • dass der Schluss einer Ehe beziehungsweise einer eheähnlichen Gemeinschaft (sowie lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft im Sinne des § 1 LPartG) ein weltanschauliches Bekenntnis darstellt.
  • dass Ehe und Familie keine miteinander identischen Konzepte sind. 
  • dass die Eignung zur Kindererziehung gänzlich unabhängig vom Ehe-Status und der sexuellen Ausrichtung der Eltern ist.
  • dass aus diesem Grund eine rechtliche und steuerliche Besserstellung von Ehen beziehungsweise eheähnlichen Gemeinschaften auf der Grundlage ihres Ehe-Status nicht zu rechtfertigen ist.
  • dass rechtliche und steuerliche Vorteile an die Eltern-Eigenschaft gekoppelt werden müssen, unabhängig vom Ehe-Status und dem Geschlecht sowie der sexuellen Orientierung der Eltern.

 

Wir Freie Demokraten fordern daher,

  • dass der Staat keinen Familien- oder Lebensentwurf besserstellt als andere.
  • dass die Adoptionsrichtlinien dahingehend angepasst werden, dass der Bestand einer Ehe nicht länger rechtliche oder faktische Voraussetzung für die Adoption eines Kindes darstellt. Stattdessen haben sich die Adoptionsrichtlinien einzig am Kindeswohl zu orientieren.
  • dass das Ehegattensplitting umgewandelt wird in ein Familiensplittingmodell, in dem auch für jedes Kind dieselben Freibeträge gelten wie für erwachsene Familienangehörige.
  • dass alle Benachteiligungen von Partnerschaften mit Kinderwunsch bei der Finanzierung empfängnisbegünstigender Krankenkassenleistungen beseitigt werden.