Reinhold zur Peene-Werft: "Privatwirtschaft richtet, was die Politik verhaut"

Der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für die maritime Wirtschaft, Hagen Reinhold, begrüßt das Ende der Kurzarbeit in Wolgast und prangert die Tatenlosigkeit der Bundes- und Landesregierung an:

"Wieder einmal muss die Privatwirtschaft den Wagen aus dem Dreck ziehen, in den die Politik ihn hineinbugsiert hat." Der Bundestagsabgeordnete Reinhold zeigt sich erleichtert, dass es der Geschäftsführung der Peene-Werft gelungen ist, eine Lösung zu finden, die den Standort Wolgast vorläufig sichert. "Das ist aber sicher nicht das Verdienst der Regierungspolitik, die Ausgangspunkt dieser Krise war und die in den letzten Monaten wenig unternommen hat, um diese zu lösen."

Frau Schwesig und Frau von der Leyen gefallen sich, wie auch gestern in Wolgast, in Symbolpolitik. "Wortgewalt baut aber keine Schiffe - das weiß auch Herr Lürssen und packt als Unternehmer der alten Schule selbst an, um die Arbeitsplätze seiner Arbeiter zu sichern."


Dennoch sei die aktuelle Lösung nur zur mittelfristigen Überbrückung geeignet. Weiterhin brauchten die deutschen Werften verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Exportgeschäfte, gibt der Wirtschaftsexperte Reinhold zu bedenken: "Wie viel mehr Arbeitsplätze und gesamtgesellschaftlichen Wohlstand könnte ein Unternehmen wie die Lürssen-Gruppe erreichen, wenn sie nicht ständig gegen eine Politik ankämpfen müsste, die in den eigenen Widersprüchen gefangen ist?"